Stammheim — Kurz nach 13 Uhr heulten die Sirenen am Samstag in Stammheim, Lindach, Unterspiesheim und Gerolzhofen auf. Grund hierfür war eine einstündige Großübung der Feuerwehren in Stammheim.
Die Stammheimer Feuerwehr hatte eigens hierfür mit viel Phantasie ein besonderes Szenario ausgearbeitet. So wurden in der Hauptstraße zwei Fahrzeuge unter einem vom Sturm geknickten Baum begraben und zusätzlich ein Unfall inszeniert, in den ein Traktor mit Auflieger und ein PKW verwickelt waren. Hierzu wurde die Ortsdurchfahrt in Stammheim für zwei Stunden gesperrt.
Ziel der Übung war es, die insgesamt neun Verletzten zu retten und gemeinsam mit der Schnelleinsatzgruppe Süd (SEG) des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Erste-Hilfe-Maßnahmen einzuleiten. Deshalb wurden neben der BRK-Bereitschaft Stammheim auch Donnersdorf und Gerolzhofen mit alarmiert.
Um an die Verletzten, von denen drei in Pkw eingeklemmt waren, zu befreien, mussten von der Feuerwehr teilweise die umgestürzten Bäume zersägt werden. Um zu verhindern, dass die schräg aufliegenden Stämme einseitig belastet wurden und dann abrutschten und dadurch zu einer zusätzlichen Gefahr für die Eingeklemmten wird, mussten die Bäume zunächst abgestützt und gegen Wegrutschen gesichert werden. Mit hydraulischem Rettungsgerät entfernten die Einsatzkräfte dann bei drei Pkw Türen, das Dach und mehrere Holme, um dem medizinischen Personal einen besseren Zugang zu den Verletzten zu ermöglichen. Dadurch kann bei komplizierten Verletzungsbildern verhindert werden, dass zusätzliche Nachfolgeschäden entstehen. An den Arbeiten mit den Rettungssätzen waren die Wehren aus Stammheim, Unterspiesheim und Gerolzhofen beteiligt.
Notarzt Dr. Reinhard Skaar zeigte sich nach der Übung positiv beeindruckt von der guten Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und den Hilfskräften, die Hand in Hand arbeiteten. Hier macht es sich bemerkbar, dass Feuerwehr und BRK zumeist gemeinsam die Übungen bestreiten und damit die Abläufe automatisiert werden.
Zu den Zaungästen gesellten sich neben Bürgermeister Horst Herbert und den örtlichen Gemeinderäten auch zahlreiche Schaulustige, die das nicht alltägliche Spektakel hautnah miterleben wollten.
Kreisbrandrat (KBR) Georg Vollmuth und Kreisbrandinspektor (KBI) Gottfried Schemm zeigten sich ebenfalls sehr zufrieden über den Verlauf der Übung und lobten die vorbildliche Organisation durch Kreisbrandmeister (KBM) Winfried Seißinger, die Stammheimer Feuerwehr und die örtliche Bereitschaft des BRK.
Nachdem die Autowracks und der Baum beseitigt und die Straße gereinigt war, trafen sich alle Beteiligten zu einer Brotzeit im Feuerwehrgerätehaus und ließen die Ereignisse der Großübung noch einmal Revue passieren.

 

Bilder: Michael Mößlein
Bericht: Main-Post, Michael Mößlein

Eine Information des Bayerischen Staatsministeriums des Innern (StMI):

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

uns wurden in der jüngsten Zeit einige Fälle zugetragen, bei denen Feuerwehrfahrzeuge bei Übungs- und Einsatzfahrten liegen geblieben sind. Zunächst war eine Mangelversorgung des Motors mit Dieselkraftstoff feststellbar, die bis hin zum völligen Stillstand geführt hat. Bei der Begutachtung dieser Feuerwehrfahrzeuge wurde festgestellt, dass sich in den Kraftstofftanks Mikroorganismen gebildet hatten. Die Ausscheidungen dieser Mikroorganismen, die als dunkler, schleimartiger Rückstand sichtbar werden, hatten die Filterelemente der Fahrzeugmotoren verstopft.

Mikroorganismen, wie Bakterien, Pilze oder auch Hefen, finden immer dort ideale Bedingungen, wo Wasser vorhanden ist. In den Fahrzeugtanks kann es — bedingt durch Kondensation an den Tankwänden — zur Wasserbildung kommen. Aufgrund seiner höheren Dichte sammelt sich Wasser dann am Tankboden. An der Grenzfläche von Wasser und Dieselkraftstoff finden Mikroorganismen ideale Lebensbedingungen. Besonders groß ist die Wachstumsgefahr von Mikroorganismen, wenn Rapsölmethylester (RME), auch Biodiesel genannt, getankt wird. Wärme beschleunigt dabei diesen Prozess. Diese Mikroorganismen lassen sich dann nur noch durch eine umfassende Reinigung der kraftstoffführenden Systeme entfernen. Häufig müssen dazu auch so genannte Biozide dem Dieselkraftstoff beigemischt werden.

Um die Bildung von Mikroorganismen in den kraftstoffführenden Systemen von Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr zu vermeiden, sollten folgende Hinweise beachtet werden:

  • Nur Qualitätsdieselkraftstoff tanken!
  • Keinen Biodiesel verwenden!
  • Dieselkraftstoff nicht zu lange lagern!
  • Regelmäßige Bewegungsfahrten mit den Feuerwehrfahrzeugen durchführen!
  • Regelmäßige Entwässerung bzw. Reinigung der kraftstoffführenden Systeme einschließlich Filterwechsel gemäß den Herstellervorschriften durchführen!
  • Es empfiehlt sich, gelegentlich einen Blick in die Kraftstofftanks zu werfen — ist ein dunkler, schleimartiger Rückstand vorhanden?

Da nun die kältere Jahreshälfte bevorsteht, weisen wir außerdem darauf hin, dass der Sommer-Dieselkraftstoff möglichst aufgebraucht und durch den Winter-Dieselkraftstoff, der kälteresistenter ist, ersetzt werden sollte.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Unruh
Baudirektor

ALDI Süd informiert seine Kunden über den Rückruf des folgenden Artikels:

Fotoelektrischer Rauchmelder 97562
Preis: 3,99 Euro

Dieser Artikel war vorübergehend ab dem 9. September 2004 im Sortiment.

Bitte bringen Sie Ihren elektrischen Rauchmelder mit der Bezeichnung 97562 in eine unserer Filialen zurück! Wir ersetzen Ihnen selbstverständlich den vollen Warenpreis!


Liebe Kundinnen und Kunden,

Ihre Zufriedenheit und Sicherheit liegen uns am Herzen. Deshalb besitzen Qualität und Zuverlässigkeit unserer Produkte für uns den höchsten Stellenwert. Leider lassen sich trotz umfangreicher Qualitätskontrollen im Ausnahmefall Produktfehler nicht vermeiden. Bei den abgebildeten Rauchmeldern haben wir nachträglich festgestellt, dass sie nicht in jedem Fall einwandfrei funktionieren.

Die von der Firma VG – Verkauf von Gebrauchsgütern GmbH - angebotenen Rauchmelder waren nach den nationalen und international gängigen Normen überprüft und zertifiziert. Dennoch kann nicht mit absoluter Sicherheit gewährleistet werden, dass die Geräte bei Rauchentwicklung zuverlässig funktionieren. Dies ist für uns Grund genug, alle Rauchmelder mit der Bezeichnung 97562 zurückzurufen. Diese Artikelnummer befindet sich oben rechts auf dem Typenschild im Inneren des Rauchmelders. Bitte benutzen Sie das möglicherweise technisch fehlerhafte Produkt nicht mehr und bringen Sie es zurück in eine unserer Filialen.

Wir bedauern sehr, dass der von Ihnen erworbene Artikel weder Ihren noch unseren hohen Qualitäts- und Sicherheitsansprüchen genügen konnte.

Wir möchten uns für die Ihnen entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen und danken Ihnen für Ihre Mithilfe!

Ihre ALDI SÜD-Filiale

Bei Fragen: VG Verkauf von Gebrauchsgütern GmbH, Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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