Donnerstag, 12 April 2007 00:00

Erhöhte Waldbrandgefahr

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Würzburg, Region Unterfranken: Aufgrund der zwischenzeitlich eingekehrten allgemeinen Trockenheit, insbesondere in Bereichen mit offenem Gelände ordnete die Regierung von Unterfranken im Einvernehmen mit dem regionalen Waldbrandbeauftragten für Unterfranken des Amtes für Landwirtschaft und Forsten Kitzingen für das lange Osterwochenende, das heißt vom Karfreitag, 6. April bis Ostermontag, 9. April erstmals in diesem Jahr die Luftbeobachtung als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung für den gesamten Regierungsbezirk an.

Der allgemeine Waldbrandgefahrenindex weist für Unterfranken aktuell bereits fast in allen Bereichen eine hohe Waldbrandgefahr aus (überwiegend Stufe 4; in Ostdeutschland gilt überwiegend bereits Stufe 5). Auch in den nächsten Tagen nach Ostern ist nach den vorliegenden Wettervorhersagen des deutschen Wetterdienstes in Süddeutschland und in Unterfranken mit sonnigem und trockenem Wetter bei steigenden Temperaturen zu rechnen. Damit sind auch mit Ausnahme einzelner lokaler Schauer keine nennenswerten, flächendeckenden, die Bodenfeuchtigkeit ausreichend anhebenden Niederschläge zu erwarten.

Die vorbeugende Luftbeobachtung findet dabei in den Nachmittagsstunden zu den höchsten Gefährdungszeiten statt. Die Befliegung mittels ausgebildeter Luftbeobachter erfolgt in Unterfranken auf zwei Routen. Die Beobachtungsflugzeuge starten bei der so genannten Westroute alternativ von den Flugplätzen Mainbullau bzw. Hettstadt. Bei der so genannten Ostroute werden die Flugplätze Haßfurt und Bad Kissingen genutzt. Die Luftbeobachter achten dabei auch auf Auffälligkeiten in Sachen Borkenkäferbefall.

Die Bevölkerung wird dringend gebeten, in Waldgebieten äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen.

Die Regierung von Unterfranken trägt die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung im Katastrophenschutz aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds; die Luftrettungsstaffel Bayern stellt die ehrenamtlichen Piloten.

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