Höchste Auszeichnung des Landkreises für Ehrenkreisbrandrat Holger Strunk

Landrat Florian Töpper überreicht die Ehrenurkunde des Landkreises Schweinfurt an den langjährigen Kreisbrandrat

Wipfeld/Eßleben. Zwölf Jahre lang stand er an der Spitze der Kreisbrandinspektion, rund um die Uhr erreichbar für 110 Feuerwehren in 29 Gemeinden: Ehrenkreisbrandrat Holger Strunk aus Eßleben (Werneck) ist mit der Ehrenurkunde des Landkreises Schweinfurt ausgezeichnet worden. Sie ist die höchste Auszeichnung des Landkreises, gilt als eine Art Ehrenbürgerschaft und wird auf Lebenszeit verliehen. Landrat Florian Töpper überreichte sie im Rahmen des Kreisehrenabends im Antonia-Werr-Zentrum im Kloster St. Ludwig in Wipfeld an insgesamt fünf Persönlichkeiten. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Blaskapelle der Lebenshilfe-Werkstatt Augsfeld unter der Leitung von Konrad Schneider.

Gewürdigt wurden damit die besonderen Verdienste, die sich Holger Strunk in seiner Funktion als Kreisbrandrat in den Jahren 2013 bis 2025 um den Landkreis Schweinfurt erworben hat.

Vom Feuerwehrmann zum Kreisbrandrat

Feuerwehrmann mit Leib und Seele ist Holger Strunk seit seinem 18. Lebensjahr. Zunächst gehörte er der Freiwilligen Feuerwehr Garstadt an, 1986 trat er der Freiwilligen Feuerwehr Eßleben bei, die er von 1998 bis 2004 als Kommandant führte. Es folgte die Berufung zum Kreisbrandmeister der Kreisbrandinspektion. Ab 2006 war Strunk zugleich Zugführer des Gefahrgutzuges des Landkreises und bis 2013 federführend an dessen Umstrukturierung beteiligt. 2013 wurde er zum Kreisbrandrat gewählt, 2019 mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt.

Einsätze, die in Erinnerung bleiben

Kreisbrandrat zu sein heißt: 24 Stunden, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr in Bereitschaft – und für alle Wehren im Landkreis gleichermaßen greifbar zu sein. Ob Übung oder realer Einsatz, ob kleinere Lagen oder Großschadensereignisse: Holger Strunk führte mit Fürsorge, Entschlossenheit und Professionalität. In besonderer Erinnerung geblieben sind die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Bergrheinfeld 2013, der Brand des Mehlsilos in Gerolzhofen 2014 sowie der Einsturz des Traggerüsts der neuen Schraudenbach-Talbrücke auf der A7 bei Werneck 2016.

Ausstattung, Ausbildungszentrum und Nachwuchs

In seiner Amtszeit machte sich Strunk konsequent für eine gute Ausstattung aller Wehren stark. Auch in die Planungen für das Feuerwehrausbildungszentrum, das derzeit gemeinsam mit dem Kreisbauhof in Niederwerrn entsteht, brachte er seine Kompetenz und langjährige Erfahrung ein. Ein Herzensanliegen war ihm zudem die Nachwuchsarbeit: In seiner Zeit als Kreisbrandrat wurden die ersten Kinderfeuerwehren im Landkreis Schweinfurt gegründet.

Vielfach ausgezeichnet

Für seinen jahrzehntelangen Einsatz im Feuerwehrwesen erhielt Holger Strunk bereits 2015 das Steckkreuz des Feuerwehrehrenzeichens durch das Bayerische Innenministerium. Mit der Verabschiedung aus seinem Amt wurde er 2025 zum Ehrenkreisbrandrat ernannt.

Der Kreisfeuerwehrverband Schweinfurt gratuliert Holger Strunk herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung und dankt ihm für sein außergewöhnliches Engagement für die Feuerwehren im Landkreis.


Hintergrund: Die Vorschläge für die Verleihung der Ehrenurkunde unterbreiten die Fraktionsvorsitzenden im Kreistag dem Landrat; der Kreistag beschließt über die Verleihung. Die Aushändigung erfolgt jährlich im Rahmen des Kreisehrenabends. Aktuell gibt es 90 Trägerinnen und Träger.

Landrat Florian Töpper (im Bild rechts) verleiht Ehrenkreisbrandrat Holger Strunk (im Bild links) die Ehrenurkunde des Landkreises Schweinfurt.