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Montag, 16 Juni 2014 15:42

Feuerwehrstatistik 2013 für Unterfranken – Einsätze weiterhin auf hohem Niveau

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(Archivfotos: ruf). Unterfränkische Feuerwehrein- satzkräfte im Brandbekämpfungseinsatz Bild in OriginalgrößeWürzburg (ruf) – Rund 26.900 Einsätze (genau: 26.897; Vorjahre 2012: 25.984, 2011: 26.005) waren im Jahr 2013 von den 991 Freiwilligen Feuerwehren, den 31 Betriebs- und Werkfeuerwehren sowie der Berufsfeuerwehr Würzburg in Unterfranken zu leisten. Nach den annähernd konstanten Einsatzzahlen der Vorjahre ist in 2013 eine Steigerung von etwa 1.000 Einsätzen zu verzeichnen. Erfreulich ist der (erneute) Rückgang der Brandeinsätze im Vergleich zum Vorjahr um 189 auf 1.959 Einsätze (- 9,6%). Etwas gefallen ist im Jahr 2013 auch die Anzahl der technischen Hilfeleistungen um 361 auf 11.300 Einsätze. (-3,2%)

Im Rahmen der technischen Hilfeleistungen mussten die unterfränkischen Feuerwehren 899-mal wegen Unfällen auf der Straße und 1.440 mal wegen Ölspuren bzw. Öl auf der Fahrbahn und 724 Mal zu Türöffnungen ausrücken. Tierunfälle und Insekten machten 705 Einsätze aus.
Besonders zu nennen ist die große Anzahl an Einsätzen aufgrund von Wettereinflüssen. So wurden im „Hochwasserjahr“ 2013, 492 Einsätze wegen Überschwemmung, 272 Wasserschäden und 939 Sturmschäden abgearbeitet. Hier waren in Unterfranken rund 2.000 Helfer über viele Tage hinweg unermüdlich im Einsatz um in den Überschwemmungsgebieten zu helfen. Zusätzlich waren rund 2000 Kräfte aller Hilfsorganisationen (darunter rund 500 Feuerwehreinsatzkräfte) im Rahmen der Katastrophenhilfe auch bezirksübergreifend in Passau und Barby im Einsatz. Ein beträchtlicher Anteil der Gesamteinsätze mit über 10.000 Einsätzen entfällt auf Sicherheitswachen bei öffentlichen Veranstaltungen, aber auch Werk interne Wachen z.B. bei brandgefährlichen Arbeiten in Industriebetrieben.

Insgesamt 39.213 Einsatzkräfte waren 2013 in allen Feuerwehrbereichen in Unterfranken aktiv. Auf die 991 Freiwilligen Feuerwehren Unterfrankens entfallen dabei insgesamt 37.893 (Vorjahr: 37.832) Feuerwehrdienstleistende. Davon sind 3.536 (Vorjahr: 3.506) Feuerwehrfrauen. Dies entspricht einem Anteil von 9,0%. Weiter leicht fallend ist die Anzahl der Feuerwehranwärter/innen. Mit 6.969 ist hier erneut eine Verringerung um rund 1 % gegenüber 2012 festzustellen. Die Anzahl der Feuerwehr-Jugendgruppen liegt aktuell bei 779 (Vorjahr: 761). Die Zahl der Atemschutzgeräteträger in den Freiwilligen Feuerwehren verringert sich erneut leicht auf aktuell 7.965 (Vorjahr: 8.182).

Die Anzahl der Fehlalarmierungen im Jahr 2013 blieb nahezu unverändert. Nach 2.415 Fehlalarmierungen im Jahr 2012 betrug die Zahl im Jahr 2013 2.414 Fehlalarme. Fehlalarme belasten die Feuerwehren in der Praxis erheblich.

Ingesamt 897 Personen wurden bei Verkehrsunfällen und anderen technischen Einsatzlagen gerettet (Vorjahr: 796 Personen). Bei Bränden wurden 186 Personen gerettet (Vorjahr: 101). 77 Menschen (6 bei Brandeinsätzen und 71 bei technischen Hilfeleistungen) konnten die Feuerwehren nicht mehr helfen (Vorjahr: 13 bei Brandeinsätzen und 93 bei technischen Hilfeleistungen). Die Anzahl der „Brandopfer“ ist damit um die Hälfte gesunken; die Anzahl der übrigen Opfer auch leicht zurückgegangen. Die Zahl der verletzten Feuerwehrdienstleistenden betrug im vergangenen Jahr 29 (Vorjahr: 30).

Bei den 2.495 Einsätzen der First Responder, einer Rettungseinheit der Feuerwehren, konnten im vergangenen Jahr 1.902 Personen (Vorjahr: 1821) gerettet werden; für 80 Personen (Vorjahr: 70) war keine Rettung mehr möglich. Durch First Responder-Einheiten wird die Zeit ohne gezielte Hilfe zwischen Alarmierung und Eintreffen des Rettungsdienstes wesentlich verkürzt.

„Alle diese Zahlen verdeutlichen, dass unsere Feuerwehrangehörigen mit großem Mut und oft unter Einsatz ihres Lebens ihren selbstlosen Dienst an unserer Gemeinschaft leisten. Dafür gebührt ihnen – wie jüngst auch bei der Bewältigung der Hochwasserereignisse – unser aller Dank. Glücklicherweise war nach den Jahren 2003 bis 2012 auch im Jahr 2013 kein einsatzbedingter Todesfall unter den Feuerwehrangehörigen in Unterfranken zu beklagen“, kommentierte Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer die aktuelle Feuerwehrstatistik. Der Regierungspräsident hofft zuversichtlich, dass sich auch künftig zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger in den Freiwilligen Feuerwehren engagieren. Sein Appell richtet sich insbesondere auch an die junge Generation, die durch den Einsatz in den örtlichen Feuerwehren einen wichtigen ehrenamtlichen Einsatz leistet.

Weitere Informationen zur Stärke und Ausrüstung sowie zu den Einsätzen der Feuerwehren in Unterfranken und Bayern Sie auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr. Zur Vorjahresstatistik 2012 verweisen wir ergänzend auf unsere Pressemitteilung Nr. 198 vom 24. Juni 2013, die nach wie vor im Internetauftritt der Regierung von Unterfranken abrufbar ist.

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