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Samstag, 10 Juli 2010 14:47

Heimtückische und gefährliche Nagelfallen auf Waldwegen Unbekannter präpariert Wurzeln oder vergräbt Nagelbretter im Boden

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REGION GEROLZHOFEN – Besonders auf Mountainbikefahrer abgesehen hat es offensichtlich ein Unbekannter, der seit etwa zwei Wochen im Staatswald um Gerolzhofen, an der Waldesruh und bei Michelau, Geusfeld und Oberschwarzach Wurzeln mit Nägeln präpariert oder ganze Holzteile mit abgeschnittenen Nägeln auf Waldwegen und Walkingstrecken vergräbt.

Die Nägel stellen aber auch für alle anderen Waldbesucher eine heimtückische Gefahr dar.

Außerdem legt der Unbekannte große Steine in die Abfahrten, um so Stürze zu provozieren. Die konnten bisher noch verhindert werden. Mindestens zehn Radfahrer hatten aber bereits in der besagten Gegend einen „Platten“ im Wald, ohne dass sie zunächst ahnten, woran es liegt.

Dass Methode dahinter steckt, kam heraus, als sich mehrere Mountainbike-Fahrer auf dem Gerolzhöfer Weinfest über ihr Hobby unterhielten. Rasch stellten sie fest, dass mehrere von ihnen auf der gleichen Strecke plötzlich keine Luft mehr im Reifen hatten und bei diesem kollektiven „Plattenproblem“ nicht der Zufall Regie geführt haben konnte.

Marcus Hantelmann aus Gerolzhofen und Jürgen Fleischmann aus Wiebelsberg machten sich deshalb auf die Suche. Allein auf dem Höhenweg vom Murrleinsnest entlang des „Steinernes Kreuzes“ bis Geusfeld stießen sie auf 35 Nägel, die ein bis zwei Zentimeter aus dem Waldboden herausragten.

Die mit den abgezwickten Nägeln gespickte Strecke ist fast fünf Kilometer lang und verläuft durch mehrere Jagdreviere.

Marcus Hantelmann: „Da steckt kriminelle Energie dahinter. Mal abgesehen vom materiellen Schaden, besteht doch die Gefahr, dass dadurch jemand unter Umständen schwer stürzt.“ Ein Jäger fügt hinzu: „Das kann bei einem Sturz ins Auge oder Gesicht schlimm gehen. Und auch wer kein festes Schuhwerk trägt, kann sich böse verletzen.“

Manfred Bonengel, der Leiter der neugegründeten Mountainbike-Abteilung des FC Gerolzhofen, betont: „Das ist eine Frechheit, die da passiert. Entweder ist der Mann krank oder voller Hass auf uns.“ Bonengel schätzt aufgrund der ihm vorliegenden Hinweise die Zahl der bisherigen Plattfüße noch viel höher ein.

Der „Blödsinn“, den hier jemand ganz gezielt betreibt, ist also gemein- wie lebensgefährlich. „Und vielleicht kommt er ja irgendwann noch auf andere gefährliche Ideen“, befürchtet Marcus Hantelmann.

Abgesehen von den Mountainbike-Fahrern werden durch diese Nägel andere Naturfreunde und die Tiere gefährdet, da diese Wege neben den Waldtieren auch gerne von Joggern, Walkern und Wanderern, auch mit Hunden, genutzt werden.

Die Mountainbiker bitten alle, mit offenen Augen durch den Wald zu gehen und der Polizei verdächtige Beobachtungen zu melden, um dem Täter das Handwerk zu legen.

Hinweise an die Polizeiinspektion in Gerolzhofen, Tel. (0 93 82) 94 00.

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