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Herr Gunnar Wiegand hat nachfolgende Information zur Wiederaufnahme des Ausbildungsbetriebs an den stalltichen Feuerwehrschulen allen Kreis- und Stadtbrandräte zukommen lassen. Diese Information möchte KBR Strunk hiermit weitergeben:

Die Bewältigung der Corona-Pandemie hat uns in Bayern vor immense Herausforderungen gestellt. Wir sind froh und dankbar, dass es inzwischen gelungen ist, das Infektionsgeschehen weitgehend einzudämmen. Auch wenn die Feuerwehren im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie einmal nicht die Hauptbelasteten bei der Katastrophenbewältigung sind, wissen wir doch, dass Sie in vielfältiger Weise an den unterschiedlichsten Stellen mitgeholfen haben, dass Bayern gut und sicher durch die Krise kommt – durch Mitarbeit in Krisenstäben, tatkräftige Unterstützung bei der Verteilung von Schutzausrüstung vor Ort, aber vor allem natürlich durch die Sicherstellung von Brandschutz und Technischer Hilfeleistung auch in diesen schwierigen Zeiten - in Anbetracht der strengen Hygienemaßnahmen zur Reduzierung der Ansteckungsrisiken eine echte Herausforderung! Wir möchten uns daher zu allererst bei Ihnen persönlich, aber auch stellvertretend für all Ihre Feuerwehrkameradinnen und –kameraden sehr herzlich für Ihr unersetzbares Engagement im Dienst für die Menschen in Bayern bedanken – es ist ein sehr gutes Gefühl, dass wir uns immer auf Sie verlassen können!

Auch wenn wir inzwischen die Pandemie deutlich begrenzen konnten: der Erfolg ist weiterhin fragil. Noch ist die Pandemie nicht komplett besiegt und wir müssen Sorge tragen, dass wir mit zu schnellen Lockerungen nicht das Erreichte wieder gefährden. Dies wurde den Überlegungen zur Ausgestaltung des Lehrgangsbetriebs an den Feuerwehrschulen ab dem 15.06.2020 ebenso zu Grunde gelegt wie die Tatsache, dass die Feuerwehren für die Sicherheit in Bayern essentiell sind und daher in besonderer Weise vor Infektion mit dem Corona-Virus geschützt werden müssen. Dies stellt die Feuerwehrschulen vor besondere Herausforderungen, da sie ja nicht nur für einen theoretischen Unterricht im Lehrsaal die Infektionsrisiken durch Hygienekonzepte minimieren müssen, sondern auch bei praktischen Übungen, bei Unterkunft und Verpflegung. Um hierbei die richtigen Weichenstellungen zu treffen, wurde die KUVB in die Erarbeitung der Ausgestaltung des Lehrbetriebs eingebunden.

In den 6 Wochen ab dem 15.06.2020 bis zur Sommerpause (Phase 1) werden an den drei Feuerwehrschulen vor allem die Lehrgänge Gruppenführer, Zugführer und Leiter einer Feuerwehr angeboten. Zusätzlich werden alle Feuerwehrschulen in der letzten Juliwoche einen Drehleitermaschinistenlehrgang anbieten. Alle bislang in dieser Zeit vorgesehenen Lehrgänge werden storniert, die Teilnehmer erhalten eine Absage. Die in den 6 Wochen ab 15.06.2020 neu geplanten Lehrgänge werden in BMS eingepflegt und die entsprechenden Kontingente neu verteilt. Dabei wird nicht der übliche Schlüssel verwendet. Für die Verteilung spielt lediglich die Zahl der Lehrgangsplätze, die ein Regierungsbezirk in den genannten Lehrgangsarten seit Schließung der Feuerwehrschulen verloren hat, eine Rolle. Die Anmeldung über BMS erfolgt dabei wie gewohnt. Eine Liste mit den Lehrgängen, die in Phase 1 angeboten werden, mit den Terminen und den auf den Regierungsbezirk entfallenden Plätzen werden wir zeitnah nachreichen.

In der Phase 1 mit einer deutlich reduzierten Teilnehmerzahl sollen wichtige Erfahrungen mit der Umsetzung der Konzepte in der Praxis für die Ausgestaltung der Phase 2 gesammelt werden, die nach der Sommerpause beginnen soll. Ich bitte um Verständnis, dass wir an dieser Stelle noch keine Details zur Ausgestaltung der Phase 2 oder gar zum Lehrgangsplan im Jahr 2021 mitteilen können. Entsprechend der gesamtbayerischen Strategie zur Bewältigung der Corona-Krise, Schritt für Schritt Lockerungen vorzunehmen und dann die Entscheidungen über weitere Schritte in Abhängigkeit von der Entwicklung des Infektionsgeschehens zu treffen, wollen wir auch bei den Feuerwehrschulen verfahren. Wir streben an, Sie bis Ende Juni über die Ausgestaltung der Phase 2 zu informieren.

Abschließend möchte ich Sie bitten, einen Appell an Ihre Feuerwehrkameradinnen und –kameraden weiter zu geben, die in den nächsten Wochen einen Lehrgangsplatz an den Feuerwehrschulen haben:

Bitte kommen Sie nur zum Lehrgang, wenn Sie sich vollständig gesund fühlen!

Bitte wahren Sie auch in den Pausen und am Abend den Abstand und halten Sie unbedingt die Hygieneregeln ein!

Bitte helfen Sie mit, dass die Bayerischen Feuerwehrmänner und –frauen an den Feuerwehrschulen vor Corona-Infektionen geschützt sind und so auch keine Infektionen in ihre Heimatwehren „zurücktragen“!

Vielen Dank!

Gunnar Wiegand
Ministerialdirigent
________________________
Bayer. Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir freuen uns sehr, dass heute ein erstes Teilziel bzw. -ergebnis unseres Forschungsprojektes „Krebsrisiko im Feuerwehrdienst?“ mit der Veröffentlichung der DGUV Information 205-035 "Hygiene und Kontaminationsvermeidung bei der Feuerwehr“ Eingang in die Praxis der deutschen Feuerwehren finden kann.

Zeitgleich ist ein Erklärfilm des Fachbereichs Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz zu dem Thema erschienen, um den Einsatzkräften der Feuerwehren dieses wichtige Thema auf anschauliche Art näher zu bringen.

Weitere Details können Sie der heute erschienenen Pressemitteilung der DGUV entnehmen:
https://www.dguv.de/de/mediencenter/pm/pressearchiv/2020/quartal_2/details_2_392768.jsp

Die DGUV Information 205-035 ist ab sofort unter
https://publikationen.dguv.de/regelwerk/informationen/3730/hygiene-und-kontaminationsvermeidung-bei-der-feuerwehr
verfügbar.

Der Erklärfilm steht auf der Homepage des Fachbereichs Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz sowie im youtube-Kanal der DGUV zur Verfügung:
https://www.dguv.de/webcode.jsp?query=d1182838

https://youtu.be/6XeQHOPuuiw

Deutsche gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)

Donnerstag, 21 Mai 2020 21:00

Atemschutzwerkstatt geschlossen

geschrieben von

Die Atemschutzwerkstatt hat bis auf Weiteres geschlossen und wird nur nach Einsätzen bzw. für dringende Wartungstätigkeiten (z.B. 1/2-Jahresprüfung) nach telefonischer Absprache mit KBM Jan Hußlein (Telefon +49 174 3865014) besetzt. 

 

Jetzt für den Förderpreis Helfende Hand bewerben und die Auszeichnung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat für Ehrenamt im Bevölkerungsschutz erhalten!

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat zeichnet die besten Ideen für die Nachwuchsgewinnung im Ehrenamt im Bevölkerungsschutz aus.

Der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat ruft alle im Bevölkerungsschutz ehrenamtlich Aktiven sowie alle dem Bevölkerungsschutz nahestehende Personen auf, ihre Ideen, Konzepte und Projekte bis zum 5. Juli 2020 für den Förderpreis „Helfende Hand“ einzureichen. Der Förderpreis ist eine Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement im Bevölkerungsschutz.

Es ist wieder soweit: Die Bewerbungsphase für den begehrten Förderpreis „Helfende Hand” hat begonnen. Viele der ehrenamtlich Aktiven im Bevölkerungsschutz rufen innovative Projekte ins Leben und engagieren sich mit tollen Ideen, die die Organisationen im Bevölkerungsschutz voranbringen. Genau diese ehrenamtlich engagierten Personen möchte das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat mit diesem Preis auszeichnen. Dabei steht die „Helfende Hand“ für die Hilfe, die vom Ehrenamt im Bevölkerungsschutz allen Menschen gegenüber erbracht wird, sowie als Symbol der Dankbarkeit für das Engagement der Ehrenamtlichen.

Jetzt bewerben und dabei sein
Zum zwölften Mal wird der Förderpreis in den Kategorien Nachwuchsarbeit, Innovative Konzepte und Unterstützung des Ehrenamtes vergeben. Neben der Nachwuchsförderung soll der Preis ehrenamtliches Engagement von Einzelnen, Gruppen oder Einrichtungen im Bevölkerungsschutz auszeichnen und bekannter machen. Im Bereich Nachwuchsarbeit geht es beispielsweise nicht nur darum, junge Menschen für das Ehrenamt in den Hilfsorganisationen zu begeistern, sondern auch ältere Unterstützerinnen und Unterstützer für die Organisationen zu gewinnen, die sich mit ihrer Erfahrung einbringen möchten. Unterstützerinnen und Unterstützer des Ehrenamtes sind auch Unternehmen und Einrichtungen, die den ehrenamtlichen Einsatz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglichen und begleiten. Aber auch Menschen, die das ehrenamtliche Engagement im Bevölkerungsschutz in besonderer Weise wertschätzen und fördern, sind willkommen, sich mit ihren Tätigkeiten zur Unterstützung zu bewerben.

Familie, Freunde und das Kollegium werden zur Jury
Alle Bewerberinnen und Bewerber, die die neunköpfige Jury für die Preisverleihung nominiert, haben zusätzlich die Chance auf den Publikumspreis. Dabei werden Familie, Freunde und Kolleginnen und Kollegen zur Jury, denn abstimmen kann jede und jeder. Verliehen wird der Preis im festlichen Rahmen der großen Preisverleihung in Berlin Ende November, zu der alle Nominierten eingeladen werden.

Bewerben ganz einfach per Mausklick
Bewerbungen können vom 1. März bis zum 5. Juli 2020 ganz einfach über die Webseite www.helfende-hand-foerderpreis.de eingereicht werden. Die Bewerbung kann flexibel bearbeitet werden. Formulierungshilfen befinden sich ebenfalls auf der Webseite. Nach Absenden der Bewerbung befindet sich ein kurzer Steckbrief dazu direkt auf der Live-Bewerberlandkarte: Damit wird noch besser sichtbar, wie viele tolle ehrenamtliche Projekte und Initiativen es in Deutschland gibt und es macht das Mitfiebern um die „Helfende Hand“ noch spannender!

Kontakt: Geschäftsstelle des Förderpreises „Helfende Hand“, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Provinzialstraße 93, 53127 Bonn, Telefon: +49-(0)22899-550-0, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Informationen zu allen bisherigen Gewinnerinnen und Gewinnern bietet die Projektdatenbank:
www.helfende-hand-foerderpreis.de/die-projekte

 

Mit Inkrafttreten der Vierten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (4. BayIfSMV) des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege am 11. Mai 2020 wurden einige Erleichterungen der zuvor geltenden strikten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen zugelassen. Diese Erleichterungen wirken sich auch auf den Feuerwehrdienst aus.

Damit sind Übungs- und Ausbildungsveranstaltungen der Feuerwehren möglich, soweit sie dem Erhalt der Einsatzbereitschaft der Einsatzkräfte dienen und ihre Durchführung hierfür derzeit notwendig ist. Wo immer möglich ist dabei der o.g. Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten und die physischen Kontakte auf ein absolut nötiges Minimum zu beschränken.

 

In Abstimmung mit dem Landesfeuerwehrverband kann daher ab 18.05.2020 der Übungsdienst in einer ersten Stufe unter Berücksichtigung der folgenden Punkte wieder aufgenommen werden:

Der praktische Übungsdienst darf nur innerhalb der eigenen Feuerwehr und maximal in Staffelstärke (6 Personen) durchgeführt werden. Innerhalb der jeweiligen Einheit soll das Personal in den Staffeln nicht getauscht werden. Einheitsübergreifende Lehrgänge (z.B. gemeindeübergreifende Ausbildungen) mit mehreren Ausbildungsterminen dürfen nicht durchgeführt werden.

Die Ausbildung in Lehrräumen und unvermeidbare Besprechungen sollen nur durchgeführt werden, wenn zwischen allen Beteiligten stets ein Abstand von mindestens 1,5 Metern gewahrt bleibt. Die maximale Teilnehmerzahl soll in Räumen bis 50 m2 bei 15 liegen und darüber hinaus 25 Teilnehmer nicht überschreiten. Die Zusammenkünfte sollten möglichst kurz gehalten und auf eine ausreichende Lüftung geachtet werden.

Die Übungsinhalte sollten sich auf die unabdingbar notwendigen Themen beschränken. Auf Übungsinhalte mit erhöhtem Infektionsrisiko (z.B.: Atemschutzübungen, CSA-Übungen, Übungen mit Körperkontakt, Rettungsübungen) muss momentan verzichtet werden.
Die Anwesenheit im Feuerwehrdienst ist zu dokumentieren. Hierbei ist die Anwesenheit fahrzeug- und funktionsbezogen schriftlich festzuhalten.

Bei der Entscheidung über die Durchführung sind die regionalen Gegebenheiten, insbesondere die örtliche Entwicklung der Zahl der Infizierten, in die Überlegungen einzubeziehen. Beim Auftreten eines besonderen Infektionsgeschehens im Einsatzbereich der jeweiligen Einheit ist der Ausbildungs- und Übungsdienst sofort einzustellen; vor Wiederaufnahmen ist eine Abstimmung mit der zuständigen Gesundheitsbehörde erforderlich.

 

Bitte lesen die angehängten Schreiben des bayerischen Staatsministerium des Inneren, für Sport und Integration sowie die Hinweise des LFV/KUVB durch.

 

Im Anhang ein Rundbrief mit aktuellen Neuigkeiten aus dem Gästehaus und Restaurant St. Florian in Bayerisch Gmain.

 

Der LFV hat eine FAQ Sammlung online gestellt, wie man innerhalb der Feuerwehr mit der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Umständen umgehen soll.

Millionenspende von LIQUI MOLY für Rettungsdienste und Feuerwehren

April 2020 – LIQUI MOLY unterstützt Rettungsdienste und Feuerwehren mit einer Millionenspende. Für die Einsatzfahrzeuge stellt der Öl- und Additivspezialist Produkte im Wert von einer Million Euro zur Verfügung. „Damit wollen wir den Einsatzkräften den Rücken freihalten“, sagte Geschäftsführer Ernst Prost.

„Wir würden ja gerne mit Desinfektionsmitteln, Gesichtsmasken und anderen dringend benötigten Materialien helfen, aber dafür sind wir in der falschen Branche. Deshalb helfen wir mit dem, was wir am besten können: Öle, Additive und andere Autopflegemittel“, so Ernst Prost. „Schließlich müssen die Fahrzeuge zuverlässig funktionieren. Man stelle sich nur vor, ein Rettungswagen bliebe unterwegs mit Motorproblemen liegen. Deswegen sind unsere Produkte, so sehr sie auch im Verborgenen wirken, wichtig für das Funktionieren unseres Gesundheitssystems.“

LIQUI MOLY hat für fast jedes Fahrzeug auf der Straße das passende Motoröl und Getriebeöl. Dazu Additive, um Motorprobleme zu vermeiden, Verschleiß zu verringern und die Zuverlässigkeit zu erhöhen. Das funktioniert für Fahrzeuge genauso wie beispielsweise für Notstromaggregate.

„Unsere Spende ist nur eine kleine Geste gegenüber all jenen Menschen, die jeden Tag so unermüdlich dafür kämpfen, dass die Corona-Krise nicht noch schlimmer wird“, sagte Ernst Prost. „Wir wollen unsere Hilfe schnell und unbürokratisch leisten und bitten daher interessierte Rettungsdienste, Feuerwehren und Krankenhäuser, sich mit ihrem Bedarf über LIQUI-MOLY.TO/MILLIONENSPENDE an uns zu wenden.“

Den Artikel findet ihr hier.

Wie Sie sicherlich schon mitbekommen haben, hat der Ministerrat auf Vorschlag von Innenminister Joachim Herrmann am 28.04.2020 beschlossen, dass Versammlungen ab 4. Mai 2020 unter bestimmten Voraussetzungen wieder zulässig sind. Zu diesen Voraussetzungen der Versammlungen gehören: Es dürfen maximal 50 Personen teilnehmen, die alle Mund-Nasen-Bedeckung tragen und untereinander durchgängig einen Mindestabstand von eineinhalb Metern einhalten müssen. Zulässig sind ausschließlich ortsfeste Versammlungen unter freiem Himmel für die Dauer von höchstens 60 Minuten.

Dies gilt aber nicht für Versammlungen/Veranstaltungen in den Feuerwehren, Feuerwehrvereinen und Feuerwehrverbänden!

Vielmehr geht es um Versammlungen im Sinne des Bayerischen Versammlungsgesetzes, also um Zusammenkünfte von Personen zur gemeinschaftlichen, überwiegend auf die Teilhabe an der öffentlichen Meinungsbildung gerichteten Erörterung oder Kundgebung (vereinfacht ausgedrückt – Demonstrationen und ähnliche Kundgebungen). Die Versammlung muss zudem unter freiem Himmel stattfinden. Die öffentliche Einrichtung Feuerwehr kann sich darüber hinaus auch nicht auf die grundrechtlich geschützte Versammlungsfreiheit berufen.

Für die Feuerwehrvereine und –verbände wird auch nach der ab nächsten Montag geltenden Rechtslage das derzeit in § 1 Abs. 1 Satz 1 der Zweite Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung geregelte grundsätzliche Veranstaltungs- und Versammlungsverbot mit Befreiungsvorbehalt weitergelten.

Sehr geehrte Damen und Herren,

beigefügte erhalten Sie das Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration zur Kenntnisnahme und Weiterleitung in eigener Zuständigkeit.

Ergänzend teilen wir zu diesem IMS folgendes mit:

 

1. Übungsdienst / Unterricht an den Staatlichen Feuerwehrschulen

Wir bitten den Hinweis zur Unterlassung des allgemeinen Ausbildungs- und Übungsbetriebs umzusetzen.

Gleichwohl werden wir zeitnah weitere Empfehlungen, die eine schrittweise Wiederaufnahme unter Berücksichtigung der geltenden Hygienemaßnahmen sowie der aktuellen Lage ermöglichen, herausgeben. Anzudenken sind hier beispielsweise Unterricht im Freien in Kleingruppen, mit entsprechendem Abstand, Funkausbildung, Bewegungsfahrten, etc.

Der Unterricht an den Staatlichen Feuerwehrschulen bleibt zwar bis auf weiteres ausgesetzt. Wir sind jedoch in intensivem Kontakt mit dem Innenministerium um zeitnah auch hier einen konkreten Plan für eine möglicherweise stufenweise Wiederaufnahme des Lehrbetriebs vorlegen zu können.

 

2. Mund-Nasen-Bedeckung/Schutzmasken

Hier sehen wir die Belange der Feuerwehren nur unzureichend berücksichtigt. Wir haben uns deshalb mit folgender Forderung bereits an das Innenministerium gewandt:

Aufgrund des bayernweit festgestellten Katastrophenfalls müssen allen Feuerwehren in Bayern, als systemrelevanten Einsatzorganisationen im Interesse eines bestmöglichen Gesundheitsschutzes im Einsatz die erforderlichen MNS/MNB zur allgemeinen Verwendung im Dienst, sowie die erforderlichen FFP2/FFP3-Masken für den konkreten Einsatzfall über die jeweiligen FüGKen bereitgestellt werden. Im Falle einer Ressourcenknappheit sind Teillieferungen möglich. Dies jedoch nur, wenn dadurch nicht stärker priorisierte Bereiche (z.B.: Gesundheitswesen) beeinträchtigt werden. Die Ausstattung ist im Rahmen des K-Falles notwendig. Mit dessen Aufhebung obliegt die Verpflichtung zur Beschaffung der erforderlichen PSA wieder ausschließlich den Kommunen.

Auch ohne eine staatliche Konkretisierung empfehlen wir den Kreis- und Stadtbrandinspektionen die Ausstattung mit MNS und FFP2/FFP3-Masken in direkter Absprache mit ihrer jew. FüGK (auch über die Aufnahme in die entsprechenden Bedarfsanmeldeformulare ) vor Ort selbst zu regeln.

 

3. Versammlungen in den Feuerwehrvereinen / Wahl des Kommandanten bzw. des Kreisbrandrats

Für den Vereinsbereich hat der Bund hat mit dem Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht vom 27. März 2020 eine Ausnahmeregelung verabschiedet, mit der Vereine unter anderem auch dann Beschlüsse fassen können, wenn in ihrer Satzung keine Möglichkeiten für Videokonferenzen oder andere „virtuelle Sitzungen“ vorgesehen sind. Damit können Mitgliederversammlungen, Entlastungen und Wahlen auch in Zeiten von COVID-19 durchgeführt werden. Auch Abstimmungen per E-Mail und Fax werden ermöglicht.

 

Das Gesetz ist im Bundesgesetzblatt online zu finden unter: https://tinyurl.com/gesetz-covid19

Für die Feuerwehrvereine, aber auch für die Kreis-, Stadt- und Bezirksfeuerwehrverbände bedeutet dies:

Können (Neu-) Wahlen von Vorsitzenden nicht durchgeführt werden konnten, bleiben die bisherigen Vorsitzenden auch bei fehlenden Aussagen hierzu in der Vereinssatzung bis zur Neuwahl eines Nachfolgers im Amt.

Wenn Entscheidungen in Mitgliederversammlungen nicht erfolgen können, da in der Vereinssatzung keine Beschlussfassung ohne Versammlung der Mitglieder vorgesehen ist, werden solche Beschlussfassungen abweichend von der Formulierung des § 32 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) zugelassen.

Dies gilt im Übrigen nicht nur für Beschlüsse von Mitgliederversammlungen für die der Bundesgesetzgeber dieses nun ausdrücklich regelt, sondern konkludent auch für die Beschlussfassungen in anderen Vereinsgremien (z.B. Ausschüssen, Verwaltungsrat, erweiterter Vorstand).

Beschlüsse sind ohne Mitgliederversammlung wirksam, wenn

  • alle Stimmberechtigen des jeweiligen Gremiums über die abstimmungsrelevanten Themen und das Abstimmungsprozedere informiert wurden,
  • bis zum Ablauf der Abstimmungsfrist die 50% der stimmberechtigten Mitglieder des Gremiums ihre Stimme abgegeben haben und
  • der Beschluss mit der nötigen Mehrheit der Stimmen gefasst wurde.

Was anstehende Wahlen von Kommandanten oder Kreisbrandräten angeht, so wird derzeit geprüft, ob eine Briefwahl grundsätzlich möglich wäre. Vorerst gelten die gesetzlichen Regelungen des BayFwG unverändert weiter. Dies bedeutet für die Kommandantenwahl, dass Art. 8 Abs. 2 Satz 2 BayFwG einschlägig ist Durch diese Bestimmung hat die Gemeinde zunächst einen Zeitraum von 3 Monaten zur Verfügung. Kann dann immer noch nicht gewählt werden, hat der Bürgermeister als oberster Dienstherr die Möglichkeit, den bisherigen Kommandanten oder einen anderen, geeigneten Feuerwehrdienstleistenden zu bestellen.

Beim Kreisbrandrat beträgt diese Frist nach Art. 19 Abs. 2 S. 2 BayFwG 6 Monate. Wir werden hierzu aber nochmals mit gesonderter Mail informieren.

 

Mit freundlichen Grüßen
Uwe Peetz
--
Uwe Peetz, Rechtsanwalt
Geschäftsführer
LandesFeuerwehrVerband Bayern e.V.

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