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Flederer

Flederer

Unwetter und Katastrophen der unterschiedlichsten Art haben Deutschland in den letzten Jahren immer wieder schwer getroffen. Wirksamer und erfolgreicher Katastrophenschutz und eine länderübergreifende Katastrophenhilfe ist nur mit eingeführten Strukturen gewährleistet. Deshalb sind die Hilfeleistungskontingente Personal und ABC-Abwehr vom Landratsamt und der Stadt vorgeplant.

Um den Einsatzkräften die Vorplanung näher zu bringen, fand am Samstag, den 06.09.2008 von 15.00 Uhr bis 19.30 Uhr in der Kantine und auf dem Parkplatz der Firma ZF Sachs eine Informationsveranstaltung durch die Katastrophenschutzbehörden Stadt und Landkreis Schweinfurt statt. Näher gebracht wurden den Einsatzkräften die Führungsstrukturen sowie die Aufstellung von Grund-, Standard und ABC-Abwehrkontingent. Des Weiteren wurde den Anwesenden erläutert, wie die rechtlichen Grundlagen sind und wie die Personalgewinnung und die Kostenabwicklung erfolgen. Vor Durchführung einer Verbandsfahrt wurden die Kräfte theoretisch eingewiesen. Die Verbandsfahrt führte durch die Stadt und den nördlichen Landkreis Schweinfurt, wobei u.a. auch die Autobahn A71 befahren wurde.

Die Kontingente von Stadt und Landkreis Schweinfurt sind nunmehr gerüstet, um im Einsatzfall Menschen, egal an welchem Ort diese sich in großer Not befinden, schnelle Hilfe zukommen zu lassen.

 

Fotos: Landratsamt Schweinfurt

Der Landesfeuerwehrverband (LFV) Bayern weist darauf hin, dass es bisher keine Ausnahmeregelung für Feuerwehren im Bezug auf Führerscheine bis 4,25 Tonnen gibt. Eine dementsprechende Meldung des "Münchner Merkur" sei falsch. Die Meldung des LFV lautet wie folgt:

Sehr geehrte Herren Kreis- und Stadtverbandsvorsitzenden,
sehr geehrte Herren Kreis- und Stadtbrandräte,
sehr geehrte Mitglieder des Verbandsausschusses,

 

in der heutigen (Anmerkung: gemeint ist der 25.09.2008) Ausgabe des Münchner Merkur war unter der Überschrift „Feuerwehrler atmen auf“ die Behauptung zu lesen, dass die Dienstleistenden angeblich jetzt mit dem Führerschein der Klasse B Feuerwehrfahrzeuge bis 4,25 Tonnen fahren dürfen.

 

Diese Behauptung ist falsch!!!

 

Sie entspricht nicht den Tatsachen und birgt erhebliche Gefahren in sich.

 

Da unter Umständen auch in anderen Zeitungen entsprechende Aussagen veröffentlicht wurden oder werden, stellen wir hierzu folgendes fest:

 

Bereits Anfang 2007 war es der LFV Bayern e.V., der – auch gegenüber dem Bayerischen Staatsministerium des Inneren – darauf hingewiesen hat, dass es sowohl durch die Änderung der EU-Führerscheinrichtlinie wie auch durch die Tatsache, dass viele Fahrzeughersteller nicht mehr in der Lage sind, Tragkraftspritzenfahrzeuge mit einem Gewicht von unter 3,5 t anbieten zu können, zu Problemen bei den Feuerwehren kommen wird.

 

Nach vielen internen Abstimmungen und Diskussionen hierzu wurden von unserer Seite immer wieder Lösungsansätze genannt, von Änderungen auf EU-Ebene über Ausnahmegenehmigungen, die Anhebung der Gewichtsklasse bis hin zur Einführung eines „Feuerwehrführerscheins“ analog der in Österreich geltenden Regelung. Noch im April diesen Jahres hatten wir in einem Schreiben an Ministerpräsident Dr. Beckstein und Innenminister Herrmann gebeten, die auch vom DFV und dem AFKzV erhobene Forderung nach einer generellen Anhebung der Gewichtsklasse von 3,49 t auf 4,25 t nachhaltig zu unterstützen.

 

Es war immer die Meinung des LFV Bayern e.V., dass es widersinnig ist, das Führen einer Fahrzeugkombination (Zugfahrzeug bis 3,49 t und Einachsanhänger bis 750 kg) zu gestatten, gleichzeitig aber zu verbieten, ein Fahrzeug zu führen, das für sich genommen auf zwei Achsen dieses Gesamtgewicht von 4,25t erreicht.

 

Vor dem Hintergrund dieser Bemühungen hat der Freistaat Bayern am 19.08.2008 einen Entschließungsantrag in den Bundesrat (Drucksache 602/08) eingebracht, mit dem der Bundesrat die Bundesregierung bitten soll, durch eine Änderung der Fahrerlaubnisverordnung eine ausreichende Rechtsgrundlage dafür zu schaffen, dass unter anderem Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren mit einer Fahrerlaubnis der Klasse B Einsatzfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse bis 4,25 Tonnen fahren dürfen.

 

Dieser Entschließungsantrag Bayerns wurde in der 847. Sitzung des Bundesrats am 19.09.2008 behandelt. Staatssekretär Sibler erläuterte den Antrag nochmals und forderte die Bundesregierung auf, schnellstmöglich eine ausreichende Rechtsgrundlage für die Forderung Bayerns zu schaffen und damit das Ehrenamt zu stärken und die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren zu sichern.

 

Der Entschließungsantrag wurde schließlich in der Bundesratssitzung dem Verkehrsausschuß (federführend) und dem Ausschuß für Innere Angelegenheiten (mitberatend) zugewiesen.

 

Auch wenn wir dies bedauern, kann damit zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keinesfalls davon gesprochen werden, dass zukünftig von den Feuerwehrdienstleistenden mit der Führerscheinklasse B Feuerwehrfahrzeuge bis 4,25 Tonnen geführt werden können.

Wir bitten dringend, diese Information entsprechend weiterzugeben, nicht zuletzt auch deshalb, damit vor Ort in den Feuerwehren von dieser angeblichen Neuregelung kein Gebrauch gemacht wird. Die Feuerwehrdienstleistenden würden sich im jetzigen Zeitpunkt sogar wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis strafbar machen und könnten im Schadensfall den (Unfall-)Versicherungsschutz verlieren.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Peetz
Syndikusanwalt im LFV Bayern
Referent für die Facharbeit

Montag, 22 September 2008 00:00

Atemschutzlehrgang erfolgreich absolviert

SCHWEINFURT-LAND (HOF) Den Lehrgang für Atemschutzgeräteträger erfolgreich absolviert haben 15 teilnehmende Feuerwehrleute aus sechs Wehren des Landkreises.

Im Ausbildungszentrum der Kreisbrandinspektion und auf der Atemschutzübungsstrecke der Feuerwehr Schweinfurt wurden sie von Kreisbrandinspektor Peter Höhn und seinem Kreisbrandmeisterteam Mirco Böhm und Alexander Bönig auf ihre künftigen nicht leichten Aufgaben vorbereitet. Die Ausbildung bestand aus einem theoretischen Teil, der 14 Stunden umfasste. Für die praktischen Übungen waren 18 Stunden angesetzt. Hier wurde unter anderem die neue Wärmebildkamera des Landkreises eingesetzt. In den drei Wochen erfuhren die Floriansjünger viel über die Atmung und über Atemgifte. Zum Abschluss stand eine schriftliche Prüfung an, die alle Teilnehmer bestanden.

Neue Atemschutzgeräteträger sind: Nikolas Edelmann, Markus Friedel, Lukas Popp, Fabian Wirsching (alle Bergrheinfeld); Sebastian Bauer, Florian Hammerschmid (beide Dittelbrunn); Thomas Fratz, Mathias Wiesmann (beide Oberschwarzach); Sven Erich, Matthias Trapp (beide Unterspiesheim); Mitch Blattner, Stefan Kestler, André Schneider, Marius Wiederer (alle Wipfeld) und Mark Fischer (Schwanfeld).

Auf Vorschlag der Projektgruppe "Mädchen und Frauen in den Freiwilligen Feuerwehren", in der die Landesfrauensprecherinnen bzw. die von den Landesfeuerwehrverbänden gemeldeten Vertreterinnen aktiv sind, hat der Deutsche Feuerwehrverband neue Materialien der Feuerwehr-Jahresaktion "Frauen am Zug" zur Verfügung gestellt.

Es handelt sich hierbei um drei Messe-Präsentationsständer (Displays jeweils 85x200 cm)- siehe Anlage - mit den modifizierten Motiven "Frauen sind zu schwach [vertreten]", "Frauen sind Katastrophen [gewachsen]" und "Frauen an den [Brand]Herd" (Drehleitermotiv) sowie ein Banner (Vinyl-Vollplane, geöst, 2x3 m) mit dem Motiv "Frauen an den [Brand]Herd" (Drehleitermotiv).

Diese Materialien sind für den Einsatz bei den Feuerwehren vorgesehen (geeignet etwa für Versammlungen usw.) und können in der Geschäftsstelle des Landesfeuerwehrverbandes Bayern angefordert werden (der Versand erfolgt unfrei).

Kontakt:
Isabelle Fenske

LandesFeuerwehrVerband Bayern e.V.
Carl-von-Linde-Straße 42
85716 Unterschleißheim

Tel: 089 3883720
Fax: 089 38837218
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.lfv-bayern.de

achdem das Bayerische Staatsministerium des Innern (BStMI) bereits im November 2007 über eine EU-Richtlinie zur Nachrüstung von Nutzfahrzeugen mit "Tote-Winkel-Spiegeln" informiert hatte (siehe unsere Meldung vom 04.12.2007), ist diese Richtlinie nun in deutsches Recht umgesetzt worden. Das BStMI weist deshalb auf die nun geltende Nachrüstpflicht hin:

"Tote-Winkel-Spiegel";
Nachrüsten von Feuerwehrfahrzeugen

Sehr geehrte Damen und Herren,

die EU-Richtlinie 2007/38/EG über die Nachrüstung von schweren Lastkraftwagen mit Spiegeln oder anderen Einrichtungen für indirekte Sicht wurde zum 1. Juni 2008 in Deutsches Recht umgesetzt. Diese Richtlinie hat das Ziel, mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu gewährleisten. Wir nehmen hierzu Bezug auf unser IMS ID2-3614.001-12 vom 19.11.2007.

Danach müssen alle Kraftfahrzeuge, auch Feuerwehrfahrzeuge, mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3.500 kg, die ab dem 1. Januar 2000 bis zum 25. Januar 2007 erstmals in den Verkehr gekommen sind, entsprechend nachgerüstet werden. Anzuwenden ist die neue Richtlinie ab dem jeweiligen Tag der nach dem 1. Oktober 2008 vorgeschriebenen Hauptuntersuchung (HU). Spätestens jedoch ab dem 1. April 2009 muss die Nachrüstung abgeschlossen sein.

Zur Feststellung, welche Spiegel an den betroffenen Feuerwehrfahrzeugen um- bzw. nachgerüstet werden müssen, empfehlen wir Rücksprache bei den entsprechenden Fahrgestellherstellern zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Ing. Dolle
Ministerialrat

Das Bayerische Staatsministerium des Innern (BStMI) informiert in einem Brief vom 10.06.2008 über Vorgaben zum Aufstieg von unbemannten Heißluftballonen. Der Brief ist eine Reaktion auf verschiedene Anfragen, unter anderem vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur und Verkehr, der Regierung von Mittelfranken – Luftamt Nordbayern und des Deutschen Modellflieger Verbands. Das Schreiben im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die wir wie folgt beantworten können.

Aufgrund des Sachstands der Arbeiten an dem künftigen Landessicherheits- und Verordnungsgesetz (LSVG) als Nachfolgegesetz des Landesstraf- und Verordnungsgesetzes (LStVG) gehen wir derzeit davon aus, dass die Verordnung über die Verhütung von Bränden (VVB) über den 31.12.2008 hinaus erneut verlängert werden muss.

Zur Frage, ob auch ferngesteuerte und ggf. mit weiteren Sicherheitseinrichtungen ausgestattete Modell-Heißluftballone unter das Verbot des § 19 VVB fallen, bestätigen wir unsere bereits in Bezug d) vertretene Auffassung, dass dies der Fall ist.

Wir waren damals der Auffassung, dass bei bestimmten technischen und betrieblichen Voraussetzungen jedoch ein Betrieb von solchen fernsteuerbaren Modell-Heißluftballonen ausnahmsweise zugelassen werden könnte. Genannt waren damals eine angemessene Größe des Modells, eine automatische Abschaltung des Haupt- und Zündbrenners, wenn der Funkkontakt mit dem Modell abbricht und eine Konstruktion des Brenners und der Gasflasche derartig, dass diese bei einem eventuellen Aufprall auf den Boden weder beschädigt noch undicht werden können

Wir möchten auch unsere damalige Auffassung der Vertretbarkeit von Ausnahmen unter bestimmten Bedingungen aufgrund des offensichtlich großen Interesses an Modell-Heißluftballonen (vgl. Bezug b)) bestätigen, allerdings sollten die Auflagen und Bedingungen für Ausnahmen von § 19 VVB gemäß § 25 VVB aktualisiert und erweitert werden.

Das Auflassen von Modell-Heißluftballonen an einem Halteseil bis zu einer gewissen Höhe (z.B. 50 m über Grund bei nur geringem Wind, vgl. Nr. 4 des „Mustertextes für die Genehmigung einer Aufstiegserlaubnis für ferngesteuerte Flugmodell-Heißluftballone“ der Interessengemeinschaft Modell-Heißluftballone DMFV) ist u.E. offensichtlich ungefährlich. Hier stellt sich sogar die Frage, ob Modell-Heißluftballone am Halteseil unbemannt im Sinne des § 19 VVB sind, weil sie jederzeit am Halteseil wieder zu Boden gezogen werden können.

Regelungsbedürftig ist aber der Freiflug der Modell-Heißluftballone mit einer Funkfernsteuerung. Wichtig ist hierbei, dass nur die Flughöhe des Modells, nicht jedoch seine Flugrichtung beeinflussbar ist. Je nach Stärke des Windes (der Wind kann mit zunehmender Höhe über Grund stärker werden und auch seine Richtung ändern) ist nicht auszuschließen, dass der Modell-Heißluftballon aus Sichtweite des Steuerers gerät. Dabei ist auch denkbar, dass auch der Funkkontakt zum Modell abbricht. Im Unterschied zu bemannten Heißluftballonen kann nun nicht mehr durch den Brennerbetrieb ein möglicherweise ungeeigneter Landeplatz vermieden und überflogen werden, sondern das Modell wird entweder aufgrund des Mangels an Heizgas oder bei einer (automatischen) Beendigung des Brennerbetriebs nach Abreißen des Funkkontaktes an einer nicht vorher abzuschätzenden Stelle niedergehen. In diesen Fällen muss eine ernsthafte Gefährdung Dritter und von Anlagen und Einrichtungen durch die Eigenschaften des Modells zumindest unwahrscheinlich sein.

Um dies zu erreichen halten wir bei Ausnahmen von § 19 VVB folgende Auflagen und Bedingungen zusätzlich bzw. in Abänderung des von der Interessengemeinschaft Modell-Heißluftballone im DMFV vorgeschlagenen „Mustertextes für die Genehmigung einer Aufstiegserlaubnis für ferngesteuerte Flugmodell-Heißluftballone“ für erforderlich:

  1. Die von der Interessengemeinschaft erbetene Erlaubnis für Abflugmassen von 25 kg halten wir für viel zu hoch. Im Hinblick auf den nicht vorhersehbaren Landeplatz sollte die Abflugmasse 10 kg nicht überschreiten.
  2. Zu Nr. 3, 4 und 6 des Mustertextes. Der Betrieb der Modell-Heißluftballone ist nur zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang und bei geringen Windstärken zulässig. Der Modell-Heißluftballon darf nur gestartet werden, wenn unter Berücksichtigung der Windrichtung in der geplanten Flughöhe, der Windstärke und der geplanten Flugdauer zumindest nicht damit zu rechnen ist, dass das Modell z.B. auf Bundesautobahnen, elektrifizierten Eisenbahnstrecken, größeren Industrieanlagen oder größeren Waldgebieten niedergehen könnte.
  3. Zu Nr. 7 des Mustertextes. Der Modell-Heißluftballon muss während des gesamten Fluges ständig vom Steuerer beobachtet werden können und über Funk steuerbar sein. Wenn die Funkverbindung nicht mehr gegeben ist, müssen Haupt- und Zündbrenner automatisch abschalten. Bei der Landung müssen Haupt- und Zündbrenner abgeschaltet sein.
  4. Zusätzlich zum Mustertext. Die Konstruktion des Brenners, des Gasvorrats und von Verbindungsleitungen müssen so gestaltet sein, dass sie bei einer Landung und beim Aufprall auf den Boden weder beschädigt noch undicht werden können. Im Betrieb heiße Bauteile müssen so angeordnet werden, dass Gegenstände und Bodenbewuchs nicht entzündet werden können.

Zusammenfassend sind wir der Auffassung, dass Modell-Heißluftballone im Vergleich zu anderen Flugmodellen ein hohes und schwer kontrollierbares Gefahrenpotentialdarstellen, weil sie grundsätzlich nicht zum Startplatz zurückgeholt werden und ggf. unkontrolliert weiterfahren können. Um einen Interessenausgleich mit den Verbänden zu erreichen, halten wir jedoch Ausnahmen von § 19 VVB und zu den o.g. Bedingungen für noch vertretbar. Für die Ausnahmen sind gemäß § 25 Satz 1 VVB die Gemeinden zuständig.

Die luftrechtliche Problematik ist von den Luftämtern zu beurteilen.

Wir haben uns erlaubt den Fachberatern für den Brand- und Katastrophenschutz bei den Sachgebieten 10 der Regierungen und den Staatlichen Feuerwehrschulen eine Kopie des Schreibens zur Kenntnisnahme zuzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Ing. Dolle
Ministerialrat

SCHONUNGEN – Eine Trockenübung war es nicht ganz - eher halbtrocken. Bei der alljährlichen Funkübung der Katastrophenschutzbehörde des Landkreises in Schonungen sind die Einsatzkräfte zwar mit Blaulicht angerückt, doch die "Katastrophe" selbst gab es nur auf dem Reißbrett. Die Übung dient dazu, die Kommunikation und Koordination bei Großeinsätzen zu verbessern.

Es war ein Schreckenszenario großen Ausmaßes: Geprobt wurde der Ernstfall einer Schiffskollision auf dem Main zwischen einem Fahrgastschiff mit etwa 250 Personen an Bord und einem Tankschiff, das im Frachtraum 2000 Liter Heizöl geladen hatte. Dabei gestaltete sich die Situation zunächst recht unübersichtlich: Anrufer melden über den Polizeinotruf, dass Heizöl auf dem Wasser schwimmt und Menschen regungslos im Wasser treiben. Um halb Neun.

Während der Katastrophenalarm ausgerufen und das zuständige Ministerium informiert wird, hat die Feuerwehr zwei Ölsperren errichtet, unter anderem auch in Schweinfurt. Spezialgerät, Taucher, Erkundungs- und Löschfahrzeuge waren im Einsatz, insgesamt 29 Rettungswagen mit etwa 60 Kräften. Auch ein Rettungsboot der Feuerwehr Haßfurt ist herbeigerufen worden, da das Motorboot der Schonunger Wehr immer noch wegen Motorschaden nicht einsatzfähig ist, wie Kommandant Hermann Doile bedauerte.

Fachdienste gefragt

Der Lagebericht lässt keine Zweifel offen: Hier sind alle Fachdienste des Katastrophenschutzes gefragt. So versuchen Feuerwehrdienstleistende aus Gerolzhofen, Schonungen, Mainberg, Grafenrheinfeld, Bergrheinfeld, Werneck und Geldersheim zusammen mit dem THW Gerolzhofen die Lage an den Schiffen und den Ölteppich auf dem Main unter Kontrolle zu bekommen. Geführt werden sie, wie der gesamte Einsatz, von Kreisbrandinspektor Peter Höhn. Der Sanitäts- und Betreuungsdienst aus den Schnelleinsatzgruppen des Roten Kreuzes unter Leitung von Jürgen Lindemann, die Retter der Wasserwacht Schweinfurt und der DLRG aus Gochsheim, Werneck und Schonungen haben die Aufgabe, Verletzte und Betroffene zu versorgen. Zusätzlich unterstützen die Wasserretter die technische Hilfe auf dem Main mit den weiteren Rettungsbooten. Eine moderne Sanitätseinsatzleitung des BRK koordiniert den Einsatz.

Die reibungslose Funkkommunikation stellt die Einheiten des Katastrophenschutzes schnell vor Probleme. Gerade wenn viele Funksprüche gleichzeitig abgesetzt werden müssen - etwa zur Mitteilung von neuen Lagebildern der Einsatzstelle oder zur Nachforderung von weiteren Kräften - stoßen die Möglichkeiten des Einsatzstellenfunks schnell an Grenzen, erklärt Lindemann, der zusammen mit Tobias Heath dieses fiktive Übungsszenario entwickelt hat. In diesen Fällen seien klare, knappe und disziplinierte Funksprüche unerlässlich.

Dieser Gedanke sei Grund genug für den Landkreis Schweinfurt, jährlich eine Funkübung für den Katastrophenschutz abzuhalten, so Roland Rost vom Katastrophenschutz des Landratsamts. Dabei sollen alle durch den Freistaat mitfinanzierten Einheiten die Abwicklung eines Einsatzes über Funk proben.

Das Einsatzgeschehen, das bei einer realen Katastrophe nicht in zweieinhalb Stunden zu erledigen wäre, wird geordnet abgearbeitet. Auch zusätzliche Szenarien wie der Unfall eines Radfahrers auf dem Radweg am Main, der Absturz eines Rettungshubschraubers in Schonungen und ein Verkehrsunfall auf den Bahngleisen werden funktechnisch betreut.

Positive Bilanz

Die Übung hat das Ziel, die Helfer zur Nutzung des Funkgeräts zu animieren. Kreisbrandinspektor Höhn und der örtliche Kommandant Hermann Doile zogen bei der Mannschaftsbesprechung ein positives Resümee: "Die Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Rettungskräften hat hervorragend funktioniert. Ein Einsatz unter Realbedingungen sollte kein Problem darstellen."

 

Fotos: Mainpost

Die erfolgreiche Abwehr von Schäden für die Zivilbevölkerung nach Naturkatastrophen oder Großschadensereignissen in Deutschland ist auch Aufgabe und Herausforderung für die Bundeswehr. Sie wird dabei immer nur unterstützend tätig, Katastrophenhilfe ist zunächst eine Aufgabe der zivilen Behörden.

Eine gute und eingespielte „Zivil-Militärische-Zusammenarbeit“ (ZMZ) ist dabei wichtige Voraussetzung für das optimale Zusammenwirken von Truppenteilen der Bundeswehr und zivilen Behörden. Bei der Übung TERREX 08 wird eine großflächige Waldbrandsituation simuliert, daran beteiligt sind zehn Landkreise (u.a. LKr Schweinfurt) und drei Regierungsbezirke in Bayern und Baden-Württemberg. Zum Abschluss der Übung bekämpfen rund 320 Soldaten sowie Angehörige der Feuerwehren München und Wolfratshausen in einer gemeinsamen Vorführung einen simulierten großen Waldbrand in der Fröttmaninger Heide im Norden der Landeshauptstadt.

Ziel der Übung ist es, das Krisenmanagement zum Schutz der Bevölkerung bei Großschadensereignissen zu überprüfen sowie entsprechende Maßnahmen effektiv zu koordinieren. Hierzu müssen militärische Einheiten und zivile Behörden reibungslos miteinander kooperieren.

 

EPSweb – webbasiertes Einsatz-Protokoll-System

EPSweb wurde von der Bayerischen Polizei entwickelt und wird dort flächendeckend zur Einsatzdokumentation und zur Bewältigung der Arbeit in den Führungsstäben eingesetzt.

EPSweb berücksichtigt die Besonderheiten des Katastrophenschutzes und deckt zukünftig mit seinen Kernfunktionen die Bereiche Kommunikation zwischen verschiedenen Behörden, Organisationen, Kommunikation innerhalb eines Führungsgremiums (z.B. FüGK) und Einsatzdokumentation ab.

Ausgestattet werden sollen die Katastrophenschutzbehörden KVB, die Regierung und das Staatsministerium des Innern, sowie die Unterstützungsgruppe der Örtlichen Einsatzleitung.

In einem Schreiben vom 18.06.2008 informiert der Bayerische Gemeindeunfallversicherungsverband (BayGUVV) über eine Überarbeitung des Grundsatzes G 26, der die medizinischen Vorsorgeuntersuchungen für Atemschutzgeräteträger regelt. Neben einer Ausweitung der medizinischen Diagnostik wurden auch die Kriterien für gesundheitliche Bedenken erweitert.

Detaillierte Informationen und eine Liste der nach der GOÄ abrechenbaren Leistungen können dem Informationsschreiben des BayGUVV entnommen werden.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) veranstalten gemeinsam die Kampagne "Runter vom Gas!". In einem Brief wirbt der DVR für die Beteiligung der Freiwilligen Feuerwehren an dieser Aktion:

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen der aktuellen Verkehrssicherheitskampagne "Runter vom Gas!" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. (DVR) möchten wir die Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland für eine gemeinsame Aktion gewinnen.

Die Kampagne "Runter vom Gas!" wurde am 18. März von Bundesminister Wolfgang Tiefensee und Professor Manfred Bandmann (Präsident DVR) offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit der stark emotionalisierenden Kampagne ist es seitdem gelungen, die Verkehrsteilnehmer aufzurütteln und eine breite gesellschaftliche Diskussion auszulösen, die sich in der Berichterstattung in den Medien sowie in vielen Foren im Internet abbildet (siehe www.runter-vom-gas.de).

Um die Menschen am Tag der Verkehrssicherheit (21. Juni 2008) zu einem verantwartungsvollen Verhalten im Straßenverkehr aufzurufen, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Gerne stellen wir Ihnen kostenfrei "Runter vom Gas!"-Banner sowie Plakate mit den Kampagnenmotiven zur Verfügung. Diese können Sie am 21. Juni und natürlich auch darüber hinaus prominent am Gebäude der Feuerwehr anbringen.

Wenn neben der Bevölkerung auch die lokalen Medien auf die Kampagne aufmerksam werden und über Ihre Aktion berichten, werden die Menschen nicht nur auf die Kampagne hingewiesen, sondern erfahren auch vom Engagement Ihrer Freiwilligen Feuerwehr vor Ort. Ihre Aktion können Sie auch im Vorfeld unter www.tag-der-verkehrssicherheit.de bekannt geben.

Sie als Freiwillige Feuerwehr sind bei vielen schweren Verkehrsunfällen die ersten Helfer vor Ort und tragen durch Ihr Engagement dazu bei, Unfallopfern das Leben zu retten. Sie sind einer der wichtigsten Partner und Experten im Bereich Verkehrssicherheit. Wir möchten Sie daher als Helfer der Freiwilligen Feuerwehren mit Ihrer jahrelangen Erfahrung in unsere Kampagne einbinden, um zusammen Aufklärungsarbeit zu leisten. Nur so kann die immer noch erschreckend hohe Zahl von rund 5000 Verkehrstoten im Jahr weiter gesenkt werden.

Aufgrund eines begrenzten Kontingents der Banner möchten wir dazu anregen, uns möglichst zeitnah zu kontaktieren. Sollte der Vorrat erschöpft sein, stellen wir Ihnen natürlich weiterhin die verschiedenen Kampagnenplakate und die Informationsbroschüren zur Verfügung. Eine Ansicht der Materialien finden Sie in den angehängten Unterlagen.

Für Rückfragen steht Ihnen Rebecca Kircher vom Kampagnenbüro "Runter vom Gas!", Telefon: (030) 700 186-788, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! jederzeit zur Verfügung.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen

Carla Bormann
Referentin Presse-/Öffentlichkeitsarbeit

  Sandra Frohneberg
Projektmitarbeiterin Kampagne

 

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