Logo-KFV1

Flederer

Flederer

(hof) Zu insgesamt 942 Einsätzen sind die Landkreisfeuerwehren im vergangenen Jahr alarmiert worden. Dabei haben 8453 Helfer 18 075 Einsatzstunden geleistet, informierte Kreisbrandrat Georg Vollmuth in seinem Bericht beim Kreisfeuerwehrtag.

Landrat Harald Leitherer dankte den Bürgermeistern für ihre Bemühungen, den Freiwilligen Feuerwehren die notwendige Ausrüstung zur Verfügung zu stellen. Er lobte die Feuerwehrleute für ihr großes ehrenamtliches Engagement. Allererste Sahne seien auch die Lehrgänge, die im Ausbildungszentrum Niederwerrn von der Kreisbrandinspektion abgehalten werden, betonte Leitherer. Von sehr großer Bedeutung sei die Jugendarbeit, denn auf Grund des Geburtenrückgangs müssten jetzt Jugendliche für dieses Ehrenamt gewonnen werden. Mit gemischten Gefühlen habe er das Bahnunglück in Italien verfolgt. Gerade im Landkreis Schweinfurt herrsche mit den drei Autobahnen, den Bahnlinien und dem Main ein großes Gefahrenpotenzial vor. Weiter hoffe er, dass die integrierte Leitstelle schnell in die Gänge komme und alle Beteiligten in eine Richtung ziehen.

In seinem Bericht gab Kreisbrandrat Georg Vollmuth einen Querschnitt durch die Einsätze des vergangenen Jahres. Mit einer „Rauchentwicklung“ aus dem Dach eines Hauses in Gochsheim habe das Einsatzjahr 2008 am Neujahrsmorgen um 0.52 Uhr begonnen. Wie der Januar sich in den Einsatzbereichen entwickelte, spiegele im Großen und Ganzen das Jahr 2008 wider. Vom Scheunenbrand bis zum Gasaustritt, vom Verkehrsunfall bis zur Ölspur seien sämtliche Einsatzarten vertreten gewesen. Bei Sturm „Emma“ am 1. März seien die schwersten Schäden in Lülsfeld aufgetreten. Hier hätten Feuerwehren und Technisches Hilfswerk bestens zusammengearbeitet. An diesem Tag seien 25 Alarme wegen Sturmschäden eingegangen.

Vollmuth berichtete über den erstmals stattgefundenen Floriansgottesdienst mit Bischof Friedhelm Hofmann in Bergrheinfeld und über das zusammen mit der Stadt Schweinfurt neu gebildete Katastrophenschutzkontingent.

Ein sichtlich bewegter Stadtbrandinspektor Karl Heinz Thiemer dankte den Feuerwehren aus Bergrheinfeld, Dittelbrunn, Niederwerrn und Sennfeld für deren nachbarschaftliche Hilfe nach dem Unwetter am vergangenen Freitag. Nach dem Starkregen seien 400 Notrufe und 160 Polizeifaxe bei der Einsatzzentrale in Schweinfurt eingegangen. Innerhalb von zwölf Stunden seien mit Hilfe der Landkreisfeuerwehren 287 Einsätze abgearbeitet worden. Am Samstag seien nochmals 70 Einsätze angefallen.

Der kommissarische Kreisjugendwart Gottfried Schemm berichtete, dass vier Mannschaften aus dem Landkreis sich beim Jugendwettbewerb nach dem Sieg im Bezirksfinale für das Landesfinale qualifiziert hätten, wo es gute Platzierungen gegeben habe. „Eine gute Jugendarbeit ist der Nährboden für einen späteren starken Feuerwehrstamm“, erklärte Schemm. Er danke allen, die sich im Jugendbereich engagieren.

Mit der Bayerischen Feuerwehr-Verdienstmedaille ausgezeichnet wurde Hans Peter Lamprecht. Er stelle seine Kräfte für den Feuerwehreinsatz frei und unterstütze die Arbeit im Ausbildungszentrum mit Rat und Tat, so Vollmuth in seiner Laudatio.

Bei den anstehenden Wahlen wurde Markus Schmitt (Gochsheim) als Kassier gewählt. Revisoren wurden Bruno Haas (Sennfeld) und Nadine Beckmann (Zell). Hans Peter Göbel (Mühlhausen) wurde in seinem Amt als Schriftführer bestätigt. Vollmuth gab noch einige personelle Neuerungen bekannt. Neuer Kreisbrandmeister für den Gemeindebereich Stadtlauringen ist Michael Steffen. Winfried Seissinger ist der neue Jugendwart. Notfallseelsorger Norbert Holzheid informierte über die Hilfsmöglichkeiten vor und nach Einsätzen durch das vor einem Jahr gegründete Stressbewältigungsteam. Ausrichter des Kreisfeuerwehrtages war die Freiwillige Feuerwehr Hergolshausen. Im kommenden Jahr findet diese Veranstaltung in Wasserlosen statt, 2011 in Sennfeld.

Daten & Fakten

In den 29 Gemeinden gibt es derzeit 119 Freiwillige Feuerwehren, sowie eine Betriebsfeuerwehr und zwei Werksfeuerwehren. Aktuell leisten 4980 Feuerwehrleute Dienst, davon sind 332 weibliche. Weiter gibt es 1029 Jugendfeuerwehrleute, darunter 200 weibliche. Die Zahl der Atemschutzgeräteträger liegt bei 753. Den Leistungsprüfungen unterzogen sich 770 Feuerwehrleute (592 Löschgruppe, 178 Technische Hilfeleistung). Im Ausbildungszentrum nahmen 141 Personen (40 Atemschutzgeräteträger, 48 Maschinisten, 17 Funker, 36 Truppführer) an Lehrgängen teil. Einsatzverteilung für das Jahr 2008 (2007): Gesamt 942 (1010) Einsätze, davon Brandeinsätze 168 (206); Technische Hilfeleistung 558 (646); Sicherheitswachen 135 (110); Fehlalarme 81 (48). Im Einsatz waren dabei 8453 (10 143) Feuerwehrdienstleistende, die zusammen 18 075 (15 079) Einsatzstunden leisteten.

KREIS SCHWEINFURT (hof) Im Rahmen eines Übungswochenendes probte der AC-Zug des Landkreises im Ausbildungszentrum die Zusammenarbeit. Beteiligt waren der AC-Erkunder aus Werneck, der Dekon-P-Lkw aus Bergrheinfeld und der Gerätewagen Atemschutz aus Geldersheim.

Aus einsatztaktischen Gründen wurden die Fahrzeuge des ehemaligen bundeseigenen ABC-Zuges zum 1. Januar 2006 im westlichen Landkreis stationiert. Damit begann eine engere Zusammenarbeit der drei beteiligten Wehren aus Bergrheinfeld, Geldersheim und Werneck. Der Wunsch nach einer zweitägigen Übung aller beteiligten Komponenten sei schon länger an ihn herangetragen worden, erklärte der Kreisbrandmeister Holger Strunk, der den AC-Zug führt. Übungsschwerpunkte seien Messtechnik und Personenrettung gewesen sowie ein Austausch mit dem Rettungsdienst und der Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung.

"Die Zusammenarbeit der drei beteiligten Feuerwehren hat sich zu einer Supersache entwickelt", betonte Roland Rost, der für den Katastrophenschutz zuständige Sachbearbeiter im Landratsamt. Es funktioniere auch zwischenmenschlich sehr gut, was er im Ausbildungszentrum selbst miterleben konnte. Im Landratsamt werde auf das Thema Gefahrgut großer Wert gelegt. Die gesamte Kreisbrandinspektion stehe hinter diesem neuen Konzept.

Rund 50 Feuerwehrleute stehen für den AC-Zug zur Verfügung, darunter 30 freigestellte Helfer für den Katastrophenschutz (siehe Stichwort). Zweimal pro Monat beschäftigen sich die Wernecker Jungs mit dem AC-Erkunder. Das Fahrzeug ist dafür ausgerüstet, Schadstoffe in der Luft zu messen und die Ergebnisse auswerten. "Die Arbeit mit dem Erkunder machen die Feuerwehrleute zusätzlich zu ihrem normalen Dienst", so Ralf Weber, der die Wernecker Erkundergruppe leitet. In zwei Wochen müsse das Fahrzeug für drei Monate zurück ins Werk, da die komplette Messtechnik erneuert wird.

"Im Ernstfall brauchen wir etwa eine Stunde Vorlaufzeit, bis das Duschzelt betriebsbereit ist", so Michael Eusemann, der die Dekon-Gruppe führt. Das Fahrzeug dient mit seiner aus sechs Personen bestehenden Besatzung der Dekontamination von Einsatzkräften und anderen betroffenen Personen. Auf dem Lkw sind Dusch- und Ankleidezelt, Einmanndusche, Heizung, Durchlauferhitzer und Stromerzeuger verlastet. Darüber hinaus ist das geländegängige Fahrzeug, das eine Hebebühne besitzt, als Nachschub-Lkw einsetzbar. Verbessert werden müsse die Verletztendekontamination, erklärte der Gruppenführer. Ausrüstungsmäßig fehle hier die flächendeckende Umsetzung durch den Bund.

Der Gerätewagen Atemschutz, stationiert bei der FF Geldersheim, hält schweres Gerät vor. Chemikalienschutzanzüge (CSA) und Atemschutzgeräte stehen hier für die Feuerwehrleute zur Verfügung, die die Personenrettung durchführen. Keine leichte Aufgabe für die Männer, die mit den schweren Atemschutzgeräten in die dicken Anzüge schlüpfen und damit schwer arbeiten müssen.

Das Szenario: In einem Betrieb ist nach einem Unfall Flüssigkeit ausgetreten, dadurch werden giftige Gase freigesetzt. Zwei Personen werden vermisst. Unter CSA suchen vier Feuerwehrleute die Vermissten, entnehmen Flüssigkeits- und Bodenproben. Währenddessen baut die Dekongruppe das Duschzelt auf, der Ofen zum Wasser erwärmen wird in Betrieb gesetzt. Die vier CSA-Träger bringen die erste Person zum Duschzelt, wo sie von vier Feuerwehrleuten, die mit Filtermasken und leichten Schutzanzügen ausgerüstet sind, in Empfang genommen werden. Dasselbe geschieht mit dem zweiten Verletzten. Anschließend werden die vier CSA-Träger von Kräften der FF Bergrheinfeld unter der Einmanndusche dekontaminiert.

Anschließend stehen Abbau der Geräte und die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft an. "Ein Chemieunfall ist mit einem riesigen logistischen Aufwand verbunden", stellt Kreisbrandmeister Holger Strunk zum Einsatzverlauf fest. In Wirklichkeit dauere die Abarbeitung eines solchen Einsatzes mindestens vier bis fünf Stunden.

Fotos:
1: Mitglieder der Bergrheinfelder Dekon-Gruppe bereiten die Wasserversorgung des Duschzeltes vor.
2: Ein Verletzter wird von den CSA-Trägern zum Duschzelt getragen.
3: Die Dekontamination des Verletzten steht an.
4: Der Gefahrenbereich ist abgesperrt, Messungen und Personensuche werden durchgeführt.

 

Stichwort – Verpflichtung im Katastrophenschutz

In Deutschland kann man sich vor Vollendung des 23. Lebensjahres bei verschiedenen Organisationen zur Mitwirkung im Katastrophenschutz nach § 13a Wehrpflichtgesetz verpflichten. Die Verpflichtungszeit beträgt sechs Jahre. Im Unterschied zum Zivil- oder Grundwehrdienst kann man aber sein gewohntes Leben weiterführen, da sich die Verpflichtungen auf ein festgelegtes Mindeststundenpensum pro Jahr beschränken. Während der Mitwirkung im Katastrophenschutz werden die Wehrpflichtigen nicht zum Wehr- bzw. Zivildienst herangezogen. Nach sechsjähriger Mitwirkung erlischt dann die Pflicht, Grundwehr- oder Zivildienst zu leisten.

Die Anerkennung setzt voraus, dass man vor Erhalt eines Einberufungsbescheids seine Verpflichtung geleistet hat oder von der zuständigen Behörde (z. B. Landratsamt) vom Wehrdienst freigestellt wurde. Gleichzeitig muss man sich für den Katastrophenschutz verpflichteten. Da die Bewilligung der Freistellung vom örtlichen Bedarfsplan abhängt, kann dies bei einem Wohnortwechsel zu Schwierigkeiten führen, wenn am neuen Wohnort evtl. kein Platz in einer entsprechenden Position frei ist. Jedoch ist es möglich, außerhalb des Gebietes seiner Arbeit nachzugehen bzw. in eine andere Organisation neu einzutreten.

Der Dienst im Zivil- oder Katastrophenschutz kann beispielsweise beim Technischen Hilfswerk, der Freiwilligen Feuerwehn, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), dem Deutschen Roten Kreuz, der Johanniter-Unfall-Hilfe, dem Arbeiter-Samariter-Bund oder dem Malteser Hilfsdienst abgeleistet werden.

 

Fotos: Horst Fröhling

Ab dem 1. Juli 2009 sind Notrufe von Mobiltelefonen in Deutschland nur noch mit einer aktivierten Mobilfunkkarte, der sog. SIM-Karte, möglich. Bisher war die Notrufnummer 112 auch ohne SIM-Karte von jedem Mobiltelefon aus erreichbar. Die betriebsbereite Mobilfunkkarte ermöglicht eine eindeutige Identifikation des Karteninhabers, so dass zukünftig Missbräuche besser verfolgt werden können.

Auch im Fall einer Sperrung der Mobilfunkkarte für abgehende, kostenpflichtige Verbindungen oder bei einem fehlenden Guthaben auf einer Prepaid-Mobilfunkkarte kann ein Notruf getätigt werden. Voraussetzung hierfür ist lediglich eine betriebsbereite SIM-Karte. Ist der Aufbau einer Notrufverbindung über den eigenen Mobilfunknetzbetreiber nicht möglich, erfolgt die Herstellung der Verbindung über ein anderes Mobilfunknetz.

Am Sonntag, den 05.Juli 2009 um 09.00 Uhr findet im Freizeitzentrum der Gemeinde Waigolshausen

der 42. Kreisfeuerwehrtag,
verbunden mit der 17. Kreisfeuerwehrverbandsversammlung

statt.

Tagesordnungspunkte:

  1. Begrüßung durch den Kreisbrandrat
  2. Begrüßung und Vorstellung der Gemeinde durch den Bürgermeister
  3. Grußwort durch Landrat Leitherer
  4. Bericht des KBR und Verbandsvorsitzenden
  5. Bericht des Kreisfeuerwehrjugendwartes
  6. Bericht des Kassiers
  7. Bericht der Kassenprüfer und Entlastung
  8. Neuwahl Kassier/Kassenprüfer/Schriftführer
  9. Ehrung
  10. Vorstellung SBE-Team
  11. GUVV-Leistungen bei Unfällen im Feuerwehrdienst
  12. Bienen und ihre fachgerechte Beseitigung
  13. Bilder des Jahres
  14. Wünsche und Anträge
  15. Ende der Veranstaltung
  16. Vorführung vor der Halle (Feuerlöschertrainer)

Hierzu ergeht herzliche Einladung.

Es wird gebeten, dass alle Kommandanten und Stellvertreter sowie Vorstände teilnehmen. Auch sonstige Dienstgrade sind herzlich willkommen.

Die Verständigung der o.g. Personen hat durch den Kommandanten zu erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen
V o l l m u t h
Kreisbrandrat

Zum Landesentscheid im Bundeswettbewerb der DJF, der am Samstag, 13. Juni 2009 in Freyung/Grafenau im Rahmen des Landes-Jugendfeuerwehrtages 2009 stattfindet (www.landesjugendfeuerwehrtag2009-frg.de), wird aus einer privaten Initiative heraus ein "Fanbus" organisiert. Der Landkreis Schweinfurt stellt mit vier Mannschaften den größten Teilnehmerkreis aus einem Landkreis.

Der Bus wird am Samstag, 13. Juni 2009 rechtzeitig zum Wettkampfbeginn (ca. 8:30 Uhr) dort eintreffen, d. h. die Abfahrtszeit wird sich gegen 2:30 bzw. 3:00 Uhr am frühen Samstag Morgen bewegen. Die Rückfahrt ist nach Wettkampfende, also gegen 15:00 Uhr geplant. Die Fahrtkosten (zum Selbstkostenpreis) belaufen sich auf 15 Euro pro Person.

Anmelden kann sich jede(r) Interessierte. Anmeldung bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Anmeldeschluss ist Samstag, der 30. Mai 2009.

Launiger Florianstag der Feuerwehren in Grafenrheinfeld mit tanzenden Wasserfontänen
Quelle: Schweinfurter Tagblatt vom 13.05.2009

GRAFENRHEINFELD – Am 4. Mai 304 starb der römische Beamte Florian, der zum Christentum übergetreten war, den Märtyrertod. Seine Häscher ertränkten ihn mit umgebundenem Mühlstein in der Enns. Der später heilig Gesprochene gilt nicht nur in Oberösterreich, sondern auch in Bayern als der Schutzpatron der Feuerwehrleute. Seinen Gedenktag feiert der Kreisfeuerwehrverband Schweinfurt jedes Jahr mit einem St.-Florians-Gottesdienst, diesmal in Grafenrheinfeld.

Die Grafenrheinfelder Wehr nutzte dabei die Gelegenheit, am Feuerwehrhaus die neuesten Ausrüstungsgegenstände, ein Mehrzweckfahrzeug und eine Tragkraftspritze, segnen zu lassen. Den Rahmen für das Fest bildete die Jubiläumsfeier der Rafelder Wehr, die exakt vor 140 Jahren gegründet worden war.

Die Messfeier zelebrierte der ehemalige Weihbischof Helmut Bauer. Bereits eine halbe Stunde vor Ankunft des prominenten Gastes wimmelt der Kirchplatz von Feuerwehrleuten in Ausgehuniform, von Fahnenabordnungen der Kreiswehren und ortsansässigen Vereinen. Die Spannung steigt langsam, leichte Nervosität macht sich breit. Sanft versucht der Fahnenträger des Schützenvereins, Soldat Matthias Kupczyk, seine Kollegen an einer Pflasterreihe auszurichten. Noch ein paar Anweisungen hier, ermahnende Worte da, und dann steht die Doppelreihe so sauber, dass selbst der schmucke Offizier zufrieden ist. Als Bauer im silbernen BMW eintrifft, werden die Hälse länger. Der emeritierte Weihbischof zeigt sich beeindruckt ob der bunten Szenerie, freut sich über die Begrüßung durch Bürgermeisterin Sabine Lutz und Kreisbrandrat Georg Vollmuth und schreitet an der Seite von Pfarrer Werner Kirchner durch das Fahnenspalier.

Im Gottesdienst würdigt Bauer den nimmermüden Kampf der Feuerwehren für das Allgemeinwohl und betet dafür, dass die Floriansjünger immer gesund aus den Einsätzen zurückkehren mögen. Hernach darf er sich auf dem Weg zum Feuerwehrhaus aus der Pferdekutsche heraus, begleitet von den Klängen der Feuerwehrkapelle Reichmannshausen, die festlich geschmückten Straßen des ehemaligen Rokokodorfes ansehen.

Am Ziel warten bereits das neue Mehrzweckfahrzeug und die Tragkraftspritze, beides gewienert und poliert, auf den kirchlichen Segen. Bauer beweist mit launigen Worten, dass Feuerwehr und Bischof einiges gemeinsam hätten. "Wenn die große Glocke geläutet wird, rückt die Feuerwehr aus, kommt der Bischof oder ist sonst ein Unglück geschehen", zitiert er schmunzelnd aus einem Schüleraufsatz, den er einmal zur Korrektur vorgelegt bekommen hat.

Rund 110 000 Euro hat die Gemeinde nach der Bürgermeisterin Worte allein für das Mehrzweckfahrzeug investiert. Der Kleintransporter ist nicht nur mit Computern und einer Kommunikationszentrale ausgerüstet, um im Ernstfall als Kommandozentrale eingesetzt werden zu können. Besonders beeindruckt zeigte sich Lutz auch von der Möglichkeit, mittels Lichtgiraffe die Einsatzorte taghell ausleuchten zu können. Die Wehr sei zu einer "Task Force" geworden. Die moderne Feuerwehrtechnik sei "ziemlich kostspielig". Lutz freute sich, dass "wir das leisten können". "Sehr schön, kraftvoll und dynamisch" sei der "rote Flitzer", ließ sie ihren Emotionen freien Lauf.

"Ihr könnt euch darum gern beneiden lassen", sprach Landrat Harald Leitherer dem Kommandanten Winfried Roßhirt seinen Glückwunsch aus. Den Festtag beendeten die Rafelder Wehrleute mit einer wunderschönen Wassershow: Im wechselnden Licht der Scheinwerfer zeigten sie mit Feuerwehrschläuchen und unterschiedlichen Spritzköpfen eine perfekte Choreografie von meterhoch tanzenden Fontänen.

 

Florianstag der Feuerwehren mit Weihbischof em. Helmut Bauer

Grafenrheinfeld, Landkreis SW: Florian war ein Mann der Tat. Feuerwehrleute wissen um die Gefahren, die durch die Elemente Feuer und Wasser entstehen können. Sie begeben sich oft in große Gefahren, um andere zu retten. Dabei stößt man manchmal an Grenzen, ist ohnmächtig gegenüber den Gewalten. In solchen ausweglosen Situationen kann man aus dem Glauben heraus wieder Kraft bekommen. Wer den Blick auf den Himmel verliert, verliert den Boden unter den Füßen. Dies war Grund genug, um diesen Gedenktag in Grafenrheinfeld würdig und feierlich zu begehen.

 

Weihbischof em. Helmut Bauer hat aus diesem Anlass einen Festgottesdienst zu Ehren des Heiligen Florian zelebriert. Alle Wehren aus dem Landkreis waren eingeladen. Die Feuerwehrkapelle Reichmannshausen und Regionalkantor Rainer Abele haben gemeinsam die musikalische Ausgestaltung des feierlichen Gottesdienstes übernommen. Mitgewirkt haben die Jugendfeuerwehr und die Kindergartenkinder aus Grafenrheinfeld.

Die Feuerwehren mit den Fahnenabordnungen erwarteten vor der Pfarrkirche in Grafenrheinfeld den Bischof. Weihbischof em. Helmut Bauer und der Kreisfeuerwehrseelsorger Werner Kirchner zogen zusammen mit weiteren Geistlichen zur Pontifikalmesse in die Kirche ein.

Anschließend zogen die Feuerwehren musikalisch begleitet zum Feuerwehrgerätehaus. Der Bischof wurde mit Pferdekutsche zusammen mit Pfarrer Werner Kirchner und Grafenrheinfelds Bürgermeisterin Sabine Lutz den Weg durch das mit Fahnen geschmückte Dorf gefahren. Am Feuerwehrgerätehaus segnete der Bischof das neue Feuerwehrfahrzeug und die Motorspritze. Dem Bischof zu Ehren und zum Dank wurde der Floriansgruß aufgeführt.

Am Ende, schon bei Dunkelheit, gab es eine riesige Wasserfontänenshow zur Wassermusik von Händel und zu Mozarts Klängen zu sehen und zu hören.

 

Fotos: FF Grafenrheinfeld

Florian Pernpeintner, Technischer Oberinspektor an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg – und Mitbegründer dieser Website im Jahr 2001 – informiert in einer E-Mail vom 6. Mai 2009 über eine Änderung der Abnahmeniederschrift zur Leistungsprüfung:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie in der brandwacht 2/2009 bekannt gemacht, wurde bei der Leistungsprüfung "Die Gruppe im Löscheinsatz" die Sollzeit bei Variante 1 auf 160 bis 190 Sekunden erhöht. (vgl. http://www.sfs-w.de/Leistungspruefung/LP_Loesch_Mehr_Zeit.htm)

In diesem Punkt wurde nun auch das im Internet verfügbare Formular zur Abnahmeniederschrift korrigiert:
http://www.sfs-w.de/Leistungspruefung/niederschrift.pdf
http://www.sfs-w.de/Leistungspruefung/niederschrift_formular.pdf

Die bei den Regierungen erhältlichen Papierformulare bleiben zunächst unverändert, bis die vorhandenen Restbestände aufgebraucht sind. Die Schiedsrichter werden gebeten, die Änderung der Sollzeit entsprechend zu berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Florian Pernpeintner
Technischer Oberinspektor

Staatliche Feuerwehrschule Würzburg
Sachgebiet Lehr- und Lernmittel

Die geänderten Formulare können auch unter Download heruntergeladen werden.

Donnerstag, 23 April 2009 00:00

Mithilfe bei der Waldbrandstatistik 2009

Wie die Regierung von Unterfranken in einer E-Mail vom 15. April 2009 mitteilt, sollen die örtlich zuständigen Katastrophenschutzbehörden bei Waldbränden in ihrem Zuständigkeitsbereich umgehend eine Kopie des Feuerwehr-Einsatzberichts an das zuständige Amt für Land- und Forstwirtschaft übermitteln. Die Regierung bezieht sich dabei auf die Nr. 4.4 der "Richtlinien zur Waldbrandabwehr", die im Allgemeinen Ministerialblatt (AllMBl) vom 31.03.2000, S. 382 veröffentlicht wurden. Aus den übermittelten Einsatzberichten wird auch im Jahr 2009 wieder eine Waldbrandstatistik erstellt. Hierzu ist die Mithilfe der Feuerwehren notwendig.

Das Landratsamt Schweinfurt hat eine Faxnummer bereitgestellt, um die Einsatzberichte zentral entgegenzunehmen und an das zuständige Amt für Land- und Forstwirtschaft weiterzuleiten. Die Einsatzberichte sollen nach einem entsprechenden Einsatz baldmöglichst an die Nummer 09721 5578349 gefaxt werden.

Festgottesdienst mit Weihbischof em. Helmut Bauer am Samstag, 9. Mai 2009 um 18:00 Uhr in der Pfarrkirche Grafenrheinfeld zu Ehren des Hl. Florian anlässlich des 140-jährigen Bestehens der Feuerwehr Grafenrheinfeld und der Fahrzeugübergabe.

Festverlauf:

17:30 - 17:40 Eintreffen der Feuerwehren mit den Fahnenabordnungen und den Gästen
17:45 Eintreffen des Bischofs, Begrüßung durch den Kreisfeuerwehrseelsorger, Kreisbrandrat und Bürgermeister
17:45 Aufstellung der Fahnenabordnungen und Einzug in die Kirche
18:00

 

Pontifikalmesse (umrahmt von der Feuerwehrkapelle Reichmannshausen)

ca. 19:15 Festzug zum Feuerwehrgerätehaus
Fahrzeugsegnung durch den Bischof und Kreisfeuerwehrseelsorger
Übergabe des neuen Feuerwehrfahrzeuges
im Anschluss

 

Begegnung mit dem Bischof und anschließendem Floriansgruß sowie einigen Vorführungen (Wassershow mit Musik) und Festbetrieb

 

Die E.ON Bayern AG informiert in einem Merkblatt über das richtige Verhalten bei Schäden an elektrischen Freileitungen:

Beobachtungen über Schäden und Unregelmäßigkeiten an elektrischen Freileitungen (z. B. gebrochene Isolatoren, herabhängende Leiterseile, in der Leitung hängende Drachen, Modellflugzeuge, Wettersonden usw.) sind sofort an den zuständigen Netzbetreiber zu melden.

Das Berühren sowie das Betreten des Nahbereichs herabhängender oder am Boden liegender Leiterseile elektrischer Leitungen ist lebensgefährlich!

Daher sind folgende Merkpunkte unbedingt zu beachten:

  • Herabhängende Leiterseile dürfen nicht berührt werden; ein Abstand von mindestens 5 m ist einzuhalten.
    Vorsicht bei schwingenden Leiterseilen!
  • Bei einem am Boden liegenden Leiterseil ist die Umgebung im Abstand von mindestens 10 m zur Auflagestelle zu meiden.
  • Hat ein Leiterseil Berührung mit Metallteilen wie z.B. Dächer, Geländer, Zäune oder ähnliches, so ist zu diesen Teilen in der gesamten Länge ein Abstand von mindestens 10 m einzuhalten.
  • Die Gefahrenzone ist nach Möglichkeit abzusperren, bis Personal des Netzbetreibers eintrifft.
    Die Gefahrenzone darf erst betreten werden, wenn die Abschaltung und Erdung der Leitung durch den Netzbetreiber sichergestellt ist.

Außerdem gibt E.ON Bayern die folgenden Sicherheitshinweise:

Wegen der Lebensgefahr bei Annäherung (Unterschreitung der Abstände gemäß DIN VDE 0105) an Einrichtungen mit Hochspannung ist der Zutritt / das Besteigen nur nach Durchführung aller erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen und nach erteilter Freigabe durch E.ON Bayern-Personal zulässig.

Auf unserer Seite verwenden wir Cookies, um Ihnen eine optimale Nutzung zu gewährleisten. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen