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Montag, 27 März 2017 20:14

Großalarm am Pfarrhaus

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WERNECK - Am Montag gegen 18:30 Uhr heulten die Sirenen in der Marktgemeinde Werneck sowie in der Nachbargemeinde Bergrheinfeld. „Starke Rauchentwicklung mit vermissten Personen, zusätzlich wird eine lange Schlauchstrecke benötigt“ war die Ansage der Integrierten Leitstelle über Funk und die Funkmeldeempfänger.

Das alte Pfarrheim, welches in Kürze abgerissen werden soll und gegen eine Wohnanlage für altersgerechtes Wohnen weichen muss, war das Übungsobjekt. Ein solches Objekt, mit einem Gebäudeumfang von vier Zweifamilienwohnhäusern, ist daher bestens prädestiniert für Übungseinsätze solcher Art. Bereits in den letzten Wochen hatte die Feuerwehr Werneck das Objekt für verschiedene Übungsszenarien hergenommen und so konnten Brandübungen im Innenangriff mit Atemschutz, Person im Aufzugschacht oder Türe öffnen mit verschiedenen Techniken reichlich geübt werden.

Diese Übung war jedoch als Brandschutzübung eine Nummer größer und so wurden 12 Personen als Vermisst gemeldet. Das Gebäude wurde mit vier Nebelmaschinen komplett verraucht und es mussten die Türen teilweise gewaltsam geöffnet werden um an die vermissten Personen zu gelangen.

Das Einsatzszenario wurde in drei Einsatzabschnitte aufgeteilt und so musste die Feuerwehr Bergrheinfeld zusammen mit der Feuerwehr Essleben im Abschnitt 1 den Innenangriff über die Schönbornstrasse vornehmen. Die Feuerwehr Werneck hatte die Aufgabe, im Brandabschnitt 2 mit den zur Verfügung stehenden Atemschutzträgern über den Kellereingang vom Parkplatz die Räumlichkeiten nacheinander abzusuchen. Der 3. Abschnitt wurde der langen Schlauchstrecke zur Wasserförderung zugeordnet. Hierbei galt es die ca. 700 m von der Wasserentnahmestelle am Schlosstor aus der Wern zum Brandobjekt zu pumpen.

Besonders zu beachten war die Verkehrslage und die Absicherung der Schlauchstrecke Innerorts über den Kreuzungsbereich sowie im Verlauf der Meininger Straße. Die Feuerwehren aus Egenhausen, Ettleben, Rundelshausen und Zeuzleben konnten in kurzer Zeit die geforderte Wassermenge am Brandobjekt bereit stellen. Für die Verletzten wurde eigens das BRK Team aus Schwanfeld sowie die HVO-Gruppe aus Mühlhausen hinzu alarmiert, sodass eine homogene Zusammenarbeit aller Hilfskräfte durch die Inspektion im Anschluss bestätigt wurde.

Da die Übung bereits eine offizielle Übung zur Brandschutzwoche war, versammelte man sich im Anschluss am Gerätehaus der Feuerwehr Werneck, da die 1. Bürgermeisterin alle zu einem kleinen Umtrunk sowie einem Imbiss einlud.

Ein besonderen Dank gilt nochmals allen Beteiligten Helfern,  dem Team für Aufbau und Planung sowie den Verletztendarstellern.

 

Bericht/Fotos: Feuerwehr Werneck