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Samstag, 17 Oktober 2015 12:00

Jugendwartseminar 2015

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Es ist mittlerweile schon Tradition geworden, dass sich Feuerwehrfrauen und –männer, die sich in den Wehren mit der Ausbildung, vor allem der Feuerwehranwärterinnen und –anwärter beschäftigen, sich regelmäßig Mitte Oktober treffen, um ihre Kenntnisse aufzufrischen oder zu erweitern und um Erfahrungen auszutauschen.

Kreisjugendfeuerwehrwart Christian Eichel konnte im Feuerwehrhaus Schwebheim wieder eine ordentliche Anzahl an interessierten Teilnehmern begrüßen.

Neben diesen konnte er auch den ehemaligen Bildungsreferenten der Jugendfeuerwehr Bayern, Herrn Arno Kaesberg, gewinnen. Dieser vermochte anhand von sehr anschaulichen Beispielen über neue Trends der Jugendlichen, ausgelöst durch verschiedene Hollywoodgrößen, zu berichten.

Teenager haben immer häufiger die Angewohnheit Portraits an verschiedenen Orten und in speziellen Positionen, z.B. Selfies, anzufertigen. Das Smartphone als Alleskönner und Medium, mit dem man zu jeder Zeit mit der ganzen Welt vernetzt ist, hilft dabei die Bilder zu verbreiten. Häufig werden solche, auch recht freizügige und eher private Bilder an Personen weitergegeben, mit denen man kurzzeitig in einer Beziehung steht. Geht diese dann zu Bruch, werden die Bilder oftmals mit Kommentaren versehen über das Internet veröffentlicht und geraten an eine Vielzahl von Personen, denen man eigentlich nicht intime Körperdetails präsentieren wollte. Die Problematiken die sich dadurch ergeben, sollten unbedingt die Einbindung der Erziehungsberechtigten gelöst werden. In schwierigen Fällen ist hierbei auch die Polizei behilflich.

Ohne Jugendliche keine Jugendfeuerwehr! Damit diese Weisheit nicht zum tragen kommt, informierten Tobias Forstmeier von der FF Unterspiesheim und Frank Genheimer von der FF Kronungen/Poppenhausen über deren Methoden zur Neumitgliedergewinnung. Beide Jugendwarte luden dabei zur Vorstellung der Feuerwehrarbeit nicht nur interessierte Jugendliche, sondern auch deren Eltern ein, um auch bei den Erziehungsberechtigten die notwendige Akzeptanz für die Interessen der Kinder zu bekommen.

"Wenn man nicht genau weiß, wohin man will, landet man leicht da, wo man gar nicht hin wollte, sagte der bekannte US-Pädagoge R. F. Mager.“ Dies nahm der Kreisjugendwart zum Anlass und referierte über das Thema Zielsetzung bei Ausbildungseinheiten. Eine Aufteilung eines Ausbildungsthemas in Ziele unterschiedlicher Hierarchiestufen hilft einem Ausbilder die Materie für die Zuhörer verständlich zu gliedern, Akzeptanz zu schaffen, alle notwendigen Inhalte zu berücksichtigen, ein festgelegtes Zeitfenster einzuhalten und gibt einem die Möglichkeit das Gelehrte auch in entsprechender Form zu überprüfen.

Hierzu strukturiert man das Ausbildungsthema in Richt-, Grob- und Feinziele. Das Leitziel, welches übergeordnet an der Spitze steht bleibt unverändert, kann aber unterschiedlich ausgedrückt werden. Die in hierarchischer Folge anknüpfenden Ziele sind veränderlich und werden je nach Ausbildungsziel formuliert. Neben der hierarchischen Ordnung von Zielen kann man diese auch nach unterschiedlichen Zielbereichen festlegen. Dabei geht es um die verschiedenen Fähigkeiten die bei der Zielsetzung angesprochen werden sollen. Sind diese eher Kognitiv, instrumentell oder affektiv bzw. sozialer Struktur. Zur Veranschaulichung wurden nach dem obligatorischen Schnitzelessen am Nachmittag Arbeitsgruppen gebildet, die die vorgegebenen Ausbildungsthemen strukturieren und zerlegen sollten, um diese in einer hierarchischen Zielstruktur anzuordnen. Im Anschluss präsentierten die einzelnen Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse, die kurz diskutiert wurden.

Abschließend standen der Kreisjugendfeuerwehrwart und der mittlerweile eingetroffene Kreisbrandrat Holger Strunk noch Rede und Antwort zu Fragen zu verschiedenen Themenfeldern im Bereich der Feuerwehr.

Ein herzlicher Dank geht hierzu nicht nur an die Referenten, sondern auch an die FF Schwebheim, bei denen Seminarleiter und –teilnehmer zu Gast sein durften.